Die Schwarznacken-Fasanentaube, ein Vogel, der seit 1882 als ausgestorben galt, wurde in den Wäldern von Papua-Neuguinea wiederentdeckt.
Die Schwarznacken-Fasanentaube konnte erstmal auf Video festgehalten werden. - Youtube /@American Bird Conservancy
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schwarznacken-Fasanentaube wurde nach 140 Jahren in Papua-Neuguinea wiederentdeckt.
  • Ein Expeditionsteam fand den Vogel nach einmonatiger Suche auf der Fergusson-Insel.
  • Das Tier galt lange als ausgestorben.

In Wäldern der Fergusson-Insel, Papua-Neuguinea, hat sich ein Expeditionsteam Anfang September auf die Suche nach der Schwarznacken-Fasanentaube gemacht. Der Vogel wurde 1882 zum ersten und letzten Mal von Wissenschaftlern auf der Insel dokumentiert. Dies berichtet «Re:wild», eine gemeinnützige Organisation, welche die Suchaktion mitfinanziert hat, in einer Mitteilung.

Während einem Monat stellte das Team in den Wäldern der Insel insgesamt 20 Kameras auf, in der Hoffnung, den äusserst seltenen Vogel wiederzufinden. Erst zwei Tage vor der Abreise geschah dann das schier Unmögliche: Eine Schwarznacken-Fasanentaube tappte in die Fotofalle!

Schwarznacken-Fasanentaube
Eine Schwarznacken-Fasanentaube konnte nach 140 wiederentdeckt werden. - American Bird Conservancy

«Nach einem Monat der Suche fühlte es sich an, als wir die ersten Fotos der Fasanentaube sahen, als hätten wir ein Einhorn gefunden», wird John C. Mittermeier, zitiert. Er ist Direktor des Programms für verlorene Vögel bei American Bird Conservancy und Mitleiter der Expedition. «Es ist die Art von Moment, von dem man als Naturschützer und Vogelbeobachter sein ganzes Leben lang träumt.»

Inselbewohner halfen bei Suche mit

Dabei spielte das Wissen der Inselbewohner für die Wissenschaftler eine entscheidende Rolle, um den schwer fassbaren Vogel aufzuspüren. Die Kameras wurden an Orten aufgestellt, an denen einheimische Jäger den Vogel in der Vergangenheit gesehen haben. Das Team rund um Mittermeier bestand aus Mitarbeitern des Nationalmuseums von Papua-Neuguinea sowie aus internationalen Wissenschaftlern.

Bislang ist unklar, wie viele der Schwarznacken-Fasanentauben noch übrig sind. Das zerklüftete Gelände macht die Identifizierung der Population schwierig. «Diese Wiederentdeckung ist ein unglaublicher Hoffnungsschimmer für andere Vögel, die seit einem halben Jahrhundert oder länger verschollen sind», so Christina Biggs, die Leiterin der Suche nach verschollenen Arten bei «Re:wild».