Zwei Männer von den Salomonen mussten 29 Tage lang auf dem Meer ausharren. Sie überlebten dank Orangen, Kokosnüssen und Regenwasser.
Meer
Das Meer. (Symbolbild) - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Salomoner überlebten 29 Tage lang auf dem offenen Meer.
  • Wegen des Wetters verloren sie auf ihrem Motorboot die Orientierung.
  • Nach einer 400-Kilometer-Odyssee stiessen sie schliesslich wieder auf Land.

Für Livae Nanjikana und Junior Qoloni wurde eine Reise auf einem Motorboot zum Albtraum. Die beiden Männer trieben 29 Tage lang auf dem Meer – und konnten schliesslich wie durch ein Wunder gerettet werden!

Wie «The Guardian» berichtet, wollen die beiden Salomoner von Mono Island nach New Georgia Island gelangen. Am 3. September starten Nanjikana und Qoloni in ihr Abenteuer. Nur wenige Stunden nach der Abreise haben sie aber bereits mit dem Wetter zu kämpfen.

Salomonen
Häuser auf den Salomonen. (Archivbild) - Keystone

Heftiger Regen und starke Winde machen den beiden Reisenden zu schaffen, heisst es. Wegen des stürmischen Wetters ist die Sicht eingeschränkt. Wie Nanjikana erzählt, sei dann auch noch das GPS ausgefallen.

In der Folge stellen Nanjikana und Qoloni den Motor ab und warten darauf, dass sie sich wieder orientieren können. Glücklicherweise haben sie für die Reise Orangen eingepackt. Als zusätzliche Nahrungsquelle dienen Kokosnüsse, die sie auf dem Meer finden. Damit sie etwas zu trinken haben, fangen sie Regenwasser ab.

Nanjikana: «Pause von allem»

Nach 29 Tagen und rund 400 Kilometern Reise stossen die beiden sehr geschwächten Männer endlich wieder auf Land. Wie sie später erfahren, sind sie nicht mehr auf den Salomonen, sondern in Papua-Neuguinea. Die Hauptsache: Mithilfe der dort lebenden Menschen können sie gerettet und medizinisch untersucht werden.

Motorboot
Ein Motorboot. (Symbolbild) - Pixabay

Aktuell würden sie glücklich und gesund bei einem Mann in Papua-Neuguinea leben, berichtet die «Solomon Islands Broadcasting Corporation».

Wie Nanjikana festhält, sei die Odyssee nicht nur eine schlechte Erfahrung gewesen. Er sieht in der Geschichte auch Positives. Gerade angesichts der Probleme wie der Corona-Pandemie sei es eine «Pause von allem» gewesen.

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