Der Farbstoff Methylenblau schützt die Haut vor UV-Strahlen – und schadet auch den Korallen nicht. Das haben Forscher der Universität Maryland herausgefunden.
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US-Forscher fanden heraus, dass Methylenblau, anders als herkömmliche Inhaltsstoffe in Sonnencremen, keine Schäden an Korallen hinterlässt (Symbolbild). - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Forscher der Uni Maryland fanden Neues zum Farbstoff Methylenblau heraus.
  • Dieser soll gemäss Studie UV-Strahlen abhalten und verträglich für Korallen sein.
  • So könnten umweltfreundlichere Sonnencremes hergestellt werden.

Der Sommer hält langsam, aber sicher Einzug. Damit wird auch der Sonnenschutz für die Haut wieder aktuell.

Bekannt ist, dass viele Sonnencremes für Korallenriffe schwer verträglich sind. Der chemische Inhaltsstoff Oxybenzon verstärkt die Korallenbleiche, die Nesseltiere sterben einen langsamen Tod.

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Viele Sonnencremes sind heutzutage immer noch schlecht verträglich mit der Umwelt (Symbolbild). - Pixabay

Der chemische UV-Blocker Oxybenzon ist gemäss Forschern der US-Universität Maryland in vier von fünf Sonnencremen enthalten. Dieselben Forscher haben nun laut einer Studie im Fachmagazin «Nature» herausgefunden, dass es eine umweltfreundlichere Alternative gäbe.

Methylenblau schützt Haut und Korallen

Nämlich der Farbstoff Methylenblau. Dieser hält für die Haut gefährliche UVA- und UVB-Strahlen fern und schadet auch den Korallen nicht.

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Methylenblau hinterlässt keine Schäden an Korallen (Symbolbild). - Pixabay

Weiter kommen die Forscher zum Schluss, dass der Farbstoff sogar Schäden am Erbgut, die durch UV-Strahlen entstanden sind, reparieren kann. Zudem ist er hautverträglich.

Methylenblau wird bereits heute auch in der Medizin eingesetzt. Es ist in Medikamenten gegen Malaria und Alzheimer enthalten.

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