Unter der Führung von Gary Bowser arbeitet die Hackergruppe «Xecuter» an Mods für die Nintendo Switch. In einer Klage wird ein heftiger Schadenersatz verlangt.
Nintendo Switch
In Super Mario 3D World + Bowser's Fury für die Nintendo Switch müssen Mario und Bowser Jr. gemeinsam gegen Bowser kämpfen. - Nintendo

Das Wichtigste in Kürze

  • Nintendo geht schon seit einiger Zeit aktiv gegen die Hackergruppe «Xecuter» vor.
  • Das Team verkauft illegale Mods und Software für Konsolen wie die Nintendo Switch.
  • Nun wurde Teamchef Gary Bowser auf mehrere hunderttausend US-Dollar verklagt.

Im Oktober 2020 wurde zuletzt über die Festnahme von Bowser seitens Nintendo berichtet. Es geht dabei jedoch nicht um den Erzfeind von Mario, sondern um Gary Bowser, Kopf der Hackergruppe «Xecuter». Er und ein weiteres Mitglied der Gruppe wurden nach diversen illegalen Tätigkeiten verhaftet. Nun wird mit einer neuen Klage ein stolzer Schadenersatz von Bowser verlangt.

Bowser verkauft Mods für die Nintendo Switch

Gefordert werden 2500 US-Dollar (rund 2287 Franken) für jedes verkaufte Xecuter-Produkt und 250'000 US-Dollar (228'723 Franken) für jede Markenrechtsverletzung. Die Hackergruppe habe durch ihre Aktivitäten Markenrechte von Nintendo verletzt, wie bei «Golem» vermeldet wird.

Die Gruppe verdient ihr Geld vor allem über illegale Mods und Software für die Nintendo Switch. So werden hauptsächlich abgeänderte Spiele erstellt, oder Titel vertrieben, welche eigentlich gekauft werden müssen.

Nintendo Bowser Chef
Ein Foto des neuen US-Chefs von Nintendo Doug Bowser. - Facebook/Doug Bowser

Auch Spiele, welche nie auf der Nintendo Switch lanciert wurden, können über die Tools von «Xecuter» betrieben werden. Dabei arbeitet das Team bereits seit 2013 an Mods für Konsolen, damals noch für den Nintendo 3DS. Die Gruppe unter Bowsers Führung wird aber oft auch von Gleichgesinnten in der Modding-Community kritisiert. Im Regelfall werden Mods als Open-Source kostenfrei weitergegeben und nicht verkauft.

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