Wissenschaftler befürchten breites Misstrauen gegen Corona-Impfstoff

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    Frankreich,

    Wissenschaftler befürchten ein breites Misstrauen gegen einen Corona-Impfstoff. Eine zu niedrige Impfquote würde die Bildung einer Herdenimmunität gefährden.

    Wissenschaftler befürchten Misstrauen gegen Impfstoff
    Wissenschaftler befürchten Misstrauen gegen Impfstoff - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Umfrage in 19 Ländern zeigt, dass viele Menschen einem Corona-Impfstoff nicht trauen.
    • Die Akzeptanz reiche nicht aus, um eine Herdenimmunität zu erreichen, befürchten Forscher.
    • Es brauche deshalb wirksame Präventionskampagnen, raten die Forscher.

    In einer am Dienstag veröffentlichten Studie zeigen die Forscher, dass sich weltweit Millionen Menschen gegen eine Corona-Impfung entscheiden könnten. Eine zu niedrige Impfquote würde nach ihren Angaben die Ausbildung einer Herdenimmunität unmöglich machen. Die Wissenschaftler fordern daher die Regierungen auf, ihre Bürger besser über Impfungen aufzuklären.

    «In den meisten der 19 untersuchten Länder reicht die derzeitige Akzeptanz eines Impfstoffs gegen Covid-19 nicht aus, um eine Herdenimmunität zu erreichen», warnten die Autoren der Studie, die sie in der Fachzeitschrift «Nature Medicine» veröffentlichten.

    Die Forscher befragten im Juni 13'400 Menschen. 14 Prozent der Befragten gaben an, eine Impfung gegen das neuartige Coronavirus abzulehnen. Weitere 14 Prozent waren unentschlossen. 72 Prozent sagten, sie würden einer Impfung zustimmen, wenn die Wirksamkeit und Sicherheit eines verfügbaren Covid-19-Impfstoffs nachgewiesen wäre.

    Unterschiede zwischen den Ländern

    Die Impfakzeptanz variiert stark zwischen den Ländern. In Deutschland liegt die Impf-Akzeptanzquote der Studie zufolge bei 68,4 Prozent. Und während sich in Polen, Frankreich und Russland unter 60 Prozent der Bevölkerung impfen lassen würden, liegt die Akzeptanzquote in Südafrika, China und Brasilien über 80 Prozent.

    Den Wissenschaftlern zufolge «mehren sich die Anzeichen dafür, dass eine transparente, evidenzbasierte Politik und eine klare und genaue Kommunikation» nötig ist.

    Coronavirus
    Die verschiedenen Kandidaten sind noch in ganz unterschiedlichen Entwicklungsstadien. (Symbolbild) - Keystone

    Wirksame Präventionskampagnen zeichneten sich durch «eine sorgfältige Aufklärung über den Grad der Wirksamkeit eines Impfstoffs» aus. Auch klärten sie darüber auf, wie wichtig eine breite Impfakzeptanz in der Bevölkerung ist, um Herdenimmunität zu gewährleisten.

    Dies sei umso wichtiger, da Anti-Impf-Aktivisten bereits in mehreren Staaten öffentlich die Wirkung von Impfungen hinterfragten und andere die Existenz von Covid-19 vollkommen bestritten.

    Bis zu 33% glauben Verschwörungstheorien und Falschinfos

    Eine weitere Studie hält es für wahrscheinlich, dass in einigen Ländern bis zu ein Drittel der Bevölkerung Falschinformationen und Verschwörungsmythen über Covid-19 glaubt. Die Studie wurde vergangene Woche in der britischen Fachzeitschrift «Royal Society Open Science» veröffentlicht.

    Demnach halten etwa 33 Prozent der mexikanischen und 37 Prozent der spanischen Befragten die Behauptung für glaubwürdig, dass das neuartige Coronavirus absichtlich in einem chinesischen Labor hergestellt wurde. In Grossbritannien und den USA halten dies der Studie zufolge etwa 20 Prozent der Befragten für wahrscheinlich.

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