Voyager 2 bleibt länger im Einsatz
Die NASA verlängert die wissenschaftliche Mission von Voyager 2 mit einem Energiesparplan und sichert damit weitere Messungen im interstellaren Raum.

Die NASA hat bei Voyager 2 eine Energiesparmassnahme erfolgreich umgesetzt und damit den weiteren Forschungsbetrieb abgesichert. Die sogenannte «Big Bang»-Operation soll drei verbliebene wissenschaftliche Instrumente mindestens ein weiteres Jahr mit Energie versorgen.
Voyager 2 musste dafür mehrere stromintensive Komponenten abschalten, deren Aufgaben teilweise von sparsameren Systemen übernommen werden. Diese Umstellung verhindert zugleich, dass die Raumsonde zu stark auskühlt und ihre Funktionsfähigkeit gefährdet wird.
Wie «Golem» berichtet, verliert der Radioisotopengenerator durch den Plutoniumzerfall jährlich rund vier Watt elektrische Leistung. Ohne die Massnahme hätte die NASA noch vor Ende 2026 ein weiteres Instrument abschalten müssen.
Voyager 2 sendet weiter aus grosser Entfernung
Die Sonde ist inzwischen rund 20,9 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und seit ihrem Start 1977 unterwegs. Voyager 2 erreichte 1979 den Jupiter und untersuchte später weitere Gasriesen, bevor sie 2018 den interstellaren Raum erreichte.
Laut «Vietnam.vn» benötigt ein Funksignal von Voyager mehr als 23 Stunden bis zur Erde und überbrückt dabei enorme Distanzen. Seit dem Eintritt in den interstellaren Raum übermittelt die Sonde weiterhin Messdaten über Dichte und Temperatur des Plasmas.
Ursprünglich war Voyager 2 lediglich für etwa fünf Jahre Betrieb ausgelegt, doch ihre Mission dauert inzwischen fast fünf Jahrzehnte. Die aussergewöhnliche Lebensdauer ermöglicht weiterhin wissenschaftliche Beobachtungen weit ausserhalb der von der Sonne geprägten Umgebung.
Alte Bilder liefern neue Fragen
Besonders eindrucksvoll bleibt ein Vorbeiflug am Neptunmond Triton im Jahr 1989, bei dem Voyager 2 ungewöhnliche Fontänen fotografierte. Die dunklen Ausbrüche ragten laut NASA fast acht Kilometer hoch und wurden vom Wind bis zu 150 Kilometer verfrachtet.
«T3n» zufolge stellte die Beobachtung damalige Vorstellungen infrage, wonach extreme Kälte geologische Aktivität weitgehend ausschliessen müsste. Bis heute ist ungeklärt, wie die Fontänen entstehen und weshalb Tritons Oberfläche ungewöhnlich jung und kraterarm erscheint.

Seit 1989 besuchte keine weitere Raumsonde den Mond, weshalb weiterhin rund 60 Prozent seiner Oberfläche aus der Nähe unbekannt sind. Die historischen Aufnahmen entstanden mit Technik aus den 1970er-Jahren und sind bis heute die einzigen Nahbilder von Triton.












