Vibrionen rücken im Mittelmeer stärker in den Fokus
Vibrionen können sich in warmen Küstengewässern vermehren. Auch vor Italien ist der Erreger seit Jahren nachgewiesen.

Vor Italiens Küste ist Vibrio vulnificus seit Jahren bekannt, doch warme Meere rücken den Erreger erneut in den Fokus. Auch die Meerenge von Messina zwischen Sizilien und Kalabrien wies das Bakterium bereits Anfang der 2000er-Jahre nach.
Laut «Morgenpost» wird das Risiko an Italiens Stränden derzeit als äusserst gering eingeschätzt. Dennoch können hohe Wassertemperaturen und niedriger Salzgehalt die Bedingungen für Vibrionen verbessern.
Für Reisende bedeutet das keine generelle Badepause, solange offene Wunden geschützt bleiben und Meeresfrüchte ausreichend gegart werden. Das ECDC beobachtet die Bedingungen europäischer Küsten inzwischen mit seinem täglich aktualisierten Vibrio Viewer.
Vibrionen profitieren von steigenden Temperaturen
Vibrionen können sich besonders in warmem Meer- und Brackwasser vermehren und dadurch häufiger günstige Lebensbedingungen vorfinden. Das erhöht die Aufmerksamkeit europäischer Behörden, obwohl schwere Infektionen weiterhin selten sind.
Die «FR» verweist auf schwere Verläufe in den USA und die zunehmende Bedeutung höherer Meerestemperaturen. Im Hitzesommer 2018 wurden europaweit 445 Vibriose-Fälle gemeldet, deutlich mehr als in den Jahren zuvor.
Der Erreger kann über offene Wunden oder frische Tätowierungen eindringen und schwere Gewebeschäden verursachen. Auch rohe oder unzureichend gegarte Austern und andere Meeresfrüchte können eine Infektion auslösen.
Symptome früh erkennen
Nach dem Baden können erste Beschwerden einer Vibrionen-Infektion bereits nach zwölf bis 72 Stunden auftreten. T-online nennt starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Fieber, Schüttelfrost und Blasen als mögliche Warnzeichen.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Vorerkrankungen. Eine verspätete Behandlung kann schwere Komplikationen bis hin zu einer Blutvergiftung begünstigen.
Bei auffälligen Beschwerden nach einem Aufenthalt im Meer sollte deshalb rasch medizinischer Rat eingeholt werden. Besonders wichtig ist die Abklärung, wenn eine Wunde nach dem Baden ungewöhnlich stark schmerzt oder sich entzündet.












