Häftling in der Waadt aus Gefängnis ausgebrochen
Aus dem Gefängnis Bois-Mermet in Lausanne ist am Dienstag ein Häftling ausgebrochen. Nach dem Mann wird nach wie vor gefahndet. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, teilte die Kantonspolizei Waadt am Mittwoch mit.

Nach ersten Ermittlungsergebnissen erfolgte die Flucht vom Sportplatz der Lausanner Haftanstalt aus, wie der Waadtländer Strafvollzugsdienst (SPEN) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Dort nahmen mehrere Dutzend Inhaftierte an Aktivitäten teil, «eine ganz normale Situation zu dieser Tageszeit», so der SPEN.
Der Flüchtige habe die Aufmerksamkeit des Wachpersonals überlistet, bevor er über einen Zaun und anschliessend über die mit Stacheldraht gesicherte Umfassungsmauer geklettert sei. Dieser Vorfall dauerte knapp zwei Minuten. Das Personal, das sofort das Gelände verliess, versuchte vergeblich, ihn abzufangen.
Der Ausbrecher, ein 1991 geborener Mann, soll sich bei seiner Flucht verletzt und unter anderem Schnittwunden davongetragen haben. Er steht unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft – insbesondere wegen Vermögensdelikten – und befand sich in Untersuchungshaft.
In ihrer Mitteilung betont die Strafvollzugsbehörde, dass es sich um einen «äusserst seltenen Vorfall» handle. Die letzte Flucht aus dem Gefängnis Bois-Mermet geht auf das Jahr 2013 zurück. Damals waren fünf Personen aus der Anstalt geflohen.










