Die Welt ist weit davon entfernt, die Ziele des Pariser Klima-Abkommens zu erreichen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Weltorganisation für Meteorologie.
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Die Klimakrise hat viele Folgen. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der CO2-Ausstoss ist mit Blick auf das Pariser Klima-Abkommen weiterhin zu hoch.
  • Laut einem UN-Bericht wird es kompliziert, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.
  • Die Corona-Pandemie hat nur für eine zeitweise Reduzierung der Emissionen gesorgt.

Trotz der lahmgelegten Wirtschaft während Corona hinkt die Welt laut einer UN-Studie im Kampf um die Reduzierung des CO2-Ausstosses hinterher. Die Ziele des Pariser Klima-Abkommens sind in Gefahr.

Der wirtschaftliche Abschwung in der Pandemie habe im vergangenen Jahr nur für eine zeitweise Reduzierung der Emissionen gesorgt. Dies hiess es in einem Bericht der zu den Vereinten Nationen gehörenden Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

«Ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz»

Das sei nicht genug, um die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre aufzuhalten. Die Ziele zur Reduzierung würden nicht erreicht. Es werde immer wahrscheinlicher, dass die Ziele des Pariser Klima-Abkommens nicht erreicht werden könnten. Die Erderwärmung soll nämlich auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzt werden.

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Uno-Generalsekretär Antonio Guterres vor der Presse. - dpa

«Das ist ein entscheidendes Jahr für den Klimaschutz», sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Die Ergebnisse seien alarmierend und zeigten, wie weit man vom Kurs abgekommen sei. Laut WMO hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre 2020 und im ersten Halbjahr 2021 weiter zugenommen.

Guterres betonte: «Wenn die Treibhausgasemissionen nicht rasch und umfassend reduziert werden, wird es unmöglich sein, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Was katastrophale Folgen hätte für die Menschen und den Planeten, von dem wir abhängen.»

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