In einem Experiment haben Forscher herausgefunden, dass das Wachstum von Clownfischen von der Grösse des Zuhause abhängt. Die Nahrung spielt keine Rolle.
Ein Clownfisch in einem Aquarium im naturhistorischen Museum in London. (Archivbild)
Ein Clownfisch in einem Aquarium im naturhistorischen Museum in London. (Archivbild) - sda - Keystone/AP/ALASTAIR GRANT
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Das Wichtigste in Kürze

  • Clownfische passen ihr Wachstum der Grösse ihrer Anemone an.
  • Ist ihr Zuhause gross, so wachsen sie schneller und werden grösser.
  • Damit sind sie besser vor Fressfeinden geschützt.

Clownfische passen sich in ihrem Wachstum einer Studie zufolge der Grösse ihrer heimischen Seeanemonen an. Das fanden Forscher mithilfe von experimentellen Laboruntersuchungen heraus, in denen sie Clownfische in verschieden grossen Anemonen beobachteten. Die Studie wurde im Fachjournal «Scientific Reports» veröffentlicht.

«Wir haben zunächst in einer wilden Population in Papua-Neuguinea eine enge Korrelation zwischen den Grössen gefunden und haben dann experimentell im Labor die Mechanismen hinter dieser Korrelation erforscht», sagte die Hauptautorin Theresa Rueger von der Universität Newcastle der Nachrichtenagentur DPA. «Dazu haben wir junge Anemonenfische mit gleicher Grösse auf Anemonen ganz unterschiedlicher Grösse herangezogen.»

clownfisch
Clownfische leben auf Seeanemonen. - Theresa Rueger/Newcastle University/dpa

Fische, die in grösseren Seeanemonen leben, wachsen demnach schneller als solche, die in kleineren zuhause sind. Damit würden die Tiere ihre Fortpflanzungsfähigkeit optimieren, hiess es. Grössere Fische können sich besser fortpflanzen. Wenn sie allerdings zu gross für ihre Anemonen sind, können sie sich schlechter vor Fressfeinden verstecken. Daher sei die Anpassung wichtig für die Fische, hiess es.

«Der Unterschied war nicht zu erklären mit unterschiedlicher Nahrungszufuhr, da wir allen Fischen die gleiche Menge Futter gegeben haben.» Auch der verfügbare Platz sei alleine kein Grund gewesen, da der Effekt mit künstlichen Anemonen aus Silikon nicht gleichermassen zu beobachten gewesen sei. Wie genau die Anpassung an die Anemonengrösse funktioniert, sollen nun weitere Studien klären, so Rueger.

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