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Studie belegt: Papageien verstehen und nutzen Namen

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Österreich,

«Hallo Polly» ist mehr als Nachplappern: Eine Studie zeigt, dass Papageien Namen von Menschen und Tieren gezielt verwenden. Sie scheinen die Bedeutung der Wörter teilweise zu erfassen.

Von allen erfassten Arten zeigten Graupapageien die stärkste Neigung zur korrekten Verwendung von Namen. (Symbolbild)
Von allen erfassten Arten zeigten Graupapageien die stärkste Neigung zur korrekten Verwendung von Namen. (Symbolbild) - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Für die Studie seien die Fähigkeiten von 884 Vögeln von deren Halterinnen und Haltern dokumentiert worden, berichtet ein Forschungsteam aus den USA und Österreich im Fachblatt «Plos One».

Laut den Angaben der Befragten Halterinnen und Halter verwendeten rund 47 Prozent der Tiere Namen. Über 800 Äusserungen mit Eigennamen wurden dokumentiert und von dem Forschungsteam analysiert. «Zuerst haben wir untersucht, ob sie überhaupt Namen lernen können – also die Geräusche. Dann, ob sie diese im richtigen Kontext verwenden. Und schliesslich, ob sie einen Namen wirklich nur für ein bestimmtes Individuum benutzen», so die österreichische Verhaltensbiologin und Schallforscherin Marisa Hoeschele in einer Mitteilung der Österreichischen Akademie für Wissenschaften.

Das Ergebnis: Es gebe mehrere Papageien, die individuelle Namen von Menschen oder von anderen Haustieren wie Hunden lernen und diese in bestimmten Kontexten gezielt einsetzen können – etwa bei Begrüssung oder Verabschiedung. Das deute darauf hin, dass die Tiere die Wortbedeutung zumindest teilweise erfassen.

Die Studie dokumentierte zudem komplexere Fähigkeiten. 96 Tiere kombinierten einen Namen mit anderen Wörtern, wie zum Beispiel «Hallo Polly». Mindestens 26 Vögel nutzten Spitznamen mit deutlichen Abwandlungen wie «Quince» und «The Quincenator». Vier der Papageien konnten ausserdem Objekte wie den Sprachassistenten «Alexa» korrekt benennen.

Von allen erfassten Arten zeigten Graupapageien die stärkste Neigung zur korrekten Namensverwendung. Trotzdem gebe es Unterschiede zum menschlichen Namensgebrauch: Viele Papageien verwenden bei Grüssen, wenn sie nach Aufmerksamkeit suchen oder etwas wollen, den eigenen Namen – wie etwa bei «Polly will einen Cracker».

Ob die Vögel in der freien Wildbahn ähnliche Benennungen verwenden, bleibt dabei offen: «Wichtig ist, dass Papageien verstehen können, dass man Namen gibt. Wenn sie das grundlegend verstehen, könnten sie es vielleicht auch in der Natur anwenden», so Hoeschele. Die Identifizierung und Beobachtung einzelner Tiere sei dort aber besonders schwierig.

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Kommentare

User #6383 (nicht angemeldet)

Menschen die Tiere als dumm oder unnütz anschauen, oder gar als Plage, haben keine Empathie.

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