Studie

    Flexibilität laut Studie Hauptgrund für Kapitalbezug von Rentnern

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    Zürich,

    Immer mehr Pensionierte in der Schweiz beziehen ihr Pensionskassenguthaben als Kapital statt als Rente. Laut neuen Zahlen und einer Studie der Zürcher Kantonalbank ist vor allem der Wunsch nach finanzieller Flexibilität ausschlaggebend.

    Für mehr Flexibilität: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer beziehen ihr Pensionskassenguthaben nicht als Rente, sondern als Kapitalleistung. (Symbolbild)
    Für mehr Flexibilität: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer beziehen ihr Pensionskassenguthaben nicht als Rente, sondern als Kapitalleistung. (Symbolbild) - KEYSTONE/SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK SNB

    Rentnerinnen und Rentner haben sich in den vergangenen Jahren vermehrt für einen Kapitalbezug statt einer monatlichen Auszahlung entschieden. Eine Studie der ZKB-Tochter Swisscanto zu den Pensionskassen hat sich mit den Beweggründen der Versicherten für einen Kapitalbezug befasst.

    Im Jahr 2024 haben 45 Prozent der Personen, die erstmals eine Leistung aus der Pensionskasse bezogen haben, ausschliesslich eine Kapitalleistung bezogen. Der Anteil der Rentenbezüger lag bei 36 Prozent und derjenige für eine Kombination aus Kapital und Rente bei 19 Prozent. Dies geht aus den Ende 2025 publizierten Zahlen zum Jahr 2024 des Bundesamtes für Statistik hervor.

    Laut dem BFS hat sich damit der Trend hin zu Kapitalleistungen in den vergangenen Jahren bestätigt. Zu gleichen Schluss kommt eine Studie der Zürcher Kantonalbank. Der Kapitalbezug sei bei den angehenden Rentnern zuletzt beliebter geworden im Vergleich zur Rente, so das Fazit der am Dienstag publizierten Studie.

    Mittlerweile sei das Verhältnis zwischen Kapitalbezug und Rente praktisch ausgeglichen, heisst es in der Mitteilung der ZKB, die sich dabei allerdings nicht auf die identische Datenlage wie das BFS stützt. So haben laut der Befragung 36 Prozent der über 58-jährigen Versicherten einen vollständigen oder teilweisen Kapitalbezug vorgenommen. Dagegen haben sich 35 Prozent für die Rente entschieden und der Rest hat bisher noch keine Leistungen bezogen.

    Die Umfrage der ZKB zielte auf die Beweggründe für den Kapitalbezug. Hauptgrund für den Rentenbezug ist demnach die höhere finanzielle Flexibilität, was sich auch mit der Begründung des BFS deckt. Knapp die Hälfte der Befragten hätten dies als Beweggrund angegeben, so die ZKB. Je rund ein Drittel der Rentner möchte die Mittel lieber selber anlegen oder sieht Vorteile beim Vererben. Zudem haben steuerliche Aspekte einen Einfluss. Mehrfachnennungen waren möglich.

    Die sinkenden Umwandlungssätze hingegen würden beim Entscheid für das Kapital eine untergeordnete Rolle spielen. Die Bevölkerung habe zudem ein hohes Vertrauen in die Anlagekompetenz der Pensionskassen.

    Die ZKB hatte die repräsentative Umfrage beim Forschungsinstitut gfs.bern in Auftrag gegeben. Sie wurde im März online und telefonisch bei 426 Personen der Schweizer Wohnbevölkerung über 58 Jahren durchgeführt.

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    Kommentare

    User #9572 (nicht angemeldet)

    Ist vermutlich eher weil die Bezüger den Pensionskassen und dem Bund nicht mehr trauen!

    User #1862 (nicht angemeldet)

    genau - grad als single und wenn man vlt nicht mehr ganz so gesund ist, ist es uninteresssant der PK quasi alles zu schenken..... das kann ich mind. so gut anlegen und es gibt was zu vererben!

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