Gemäss einer Tiroler Studie kann ein ungesunder Lebenswandel in der Jugend das Risiko für spätere Schlaganfälle oder Herzinfarkte erhöhen.
Halsschlagader Blutgefässe
Die Forscher haben Halsschlagadern von jungen Menschen untersucht. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Forscher haben 1000 Jugendliche im Alter von etwa 16 Jahren untersucht.
  • Auch für Jugendliche gelte es, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.

Nicht nur Erwachsene sollten sich vorbeugend um ihre Gefässe kümmern, bereits in der Jugend dürfte dies wichtig sein: Gemäss einer Tiroler Studie kann ein ungesunder Lebenswandel in der Jugend das Risiko für spätere Schlaganfälle oder Herzinfarkte erhöhen.

Die Untersuchung an 1000 Jugendliche im Alter von etwa 16 Jahren kam zum Schluss, dass Risikofaktoren für Schlaganfälle und Herzinfarkte, wie Blutfette und Leberfettwerte, schon bei Jugendlichen zu einer messbaren Zunahme von frühen, krankhaften Gefässveränderungen.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Forschungszentrums VASCage und der Medizinischen Universität Innsbruck untersuchten aus Tirol und Südtirol stammende Teenager über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie wurden nach ihrem Lebensstil befragt und ihnen wurde Blut abgenommen. Zudem wurde der Zustand der Blutgefässe überwacht.

Halsschlagadern mit hochaufgelösten Ultraschallbildern untersucht

«Dazu haben wir hochaufgelöste Ultraschallbilder der Halsschlagadern gemacht», berichtete VASCage-Forscherin Sophia Kiechl. «Wir haben die Dicke der inneren Gefässwandschichten gemessen. Wenn diese dicker werden, kann das auf ein höheres Risiko für spätere Herzkreislauferkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt hindeuten», sagte sie in einer Aussendung.

Eine statistische Analyse ergab, dass mehrere der Risikofaktoren, die bei Erwachsenen zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen, schon bei den untersuchten Teenagern mit zunehmenden Gefässwandveränderungen verbunden waren, namentlich das Cholesterin. Auch ein Enzym des Leberfettstoffwechsels, die sogenannte Alanin-Transaminase, wurde als Risikofaktor für Jugendliche erkannt.

Daher gelte es auch für Jugendliche, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, hiess es. Die Arbeit wurde im «Journal of the American Heart Association» publiziert.

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