US-Wissenschaftler testen einen Zecken-Impfstoff auf mRNA-Basis, die bei einem Biss eine Abwehrreaktion hervorruft und so vor Lyme-Borreliose schützen soll.
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Durch den Zecken-Impfstoff sollen die kleinen Tierchen schneller bemerkt werden und so das Infektionsrisiko gesenkt werden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler entwickeln eine Impfung gegen Zecken.
  • Die Übertragung von Lyme-Borreliose soll so verhindert werden.
  • Bei einem Biss würde Juckreiz und Rötung ausgelöst.

Infektionen mit Lyme-Borreliose könnten in Zukunft durch einen Zecken-Impfstoff auf m-RNA-Basis verhindert werden. Die Impfung, an der US-Wissenschaftler forschen, sorgt für Antikörper gegen Proteine, die im Speichel von Zecken enthalten sind.

Studien bei Meerschweinchen wurden bereits durchgeführt: Die Immunabwehrreaktion, die durch den Impfstoff angeregt wird, sorgt für Juckreiz und Rötungen. Durch die Rötung wird die Zeckenmahlzeit erschwert – sie verlassen die Tiere schneller.

Bei der Studie wurden geimpfte Meerschweinchen innert 96 Stunden von 80 Prozent der Zecken verlassen. Bei Ungeimpften jedoch nur von 20 Prozent, wie «aerzteblatt.de» berichtet.

Naturmenschen vor Lyme-Borreliose schützen

Menschen, die oft in der Natur sind oder arbeiten, sind häufiger von Zeckenbissen betroffen. Erol Fikrig und sein Wissenschaftlerteam von der Yale University School of Medicine (USA) wollen durch die Impfung deren Abwehrfähigkeit verbessern.

Indem der Körper auf den Speichel der Zecken reagiert, wird sollen auch Menschen auf den Biss aufmerksam werden. Dieser kann so schnell entfernt werden. Dadurch wird das Risiko einer Infektion mit Lyme-Borreliose vermindert. Zecken übertragen das Bakterium Borrelia burgdorferi.

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