Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) teilt mit, dass weniger Fälle von FSME und Borreliose als im Vorjahr verzeichnet wurden.
Zeckenstiche haben in der Schweiz bisher zu weniger Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose geführt als im Vorjahr. (Archivbild)
Zeckenstiche haben in der Schweiz bisher zu weniger Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose geführt als im Vorjahr. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/DPA/BERND WEISSBROD

Das Wichtigste in Kürze

  • Bisher wurden 2021 234 Fälle von FSME, gegenüber 397 Fällen im Vorjahr, gemeldet.
  • Bis anhin wurden dieses Jahr 7400 Fälle von Borreliose zu verzeichnet.

Zeckenstiche haben in der Schweiz bisher zu weniger Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose geführt als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten Ansteckungen liegt in etwa auf dem Niveau von 2019. Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag in der neusten Ausgabe des «BAG-Bulletin».

FSME-Fallzahlen folgen einer wellenförmigen Bewegung mit Höhepunkt im Frühsommer. Bisher wurden 2021 234 Fälle gemeldet, gegenüber 397 im Jahr 2020. Die Krankheit ist meldepflichtig; man kann sich dagegen impfen lassen.

Nicht meldepflichtig ist Lyme-Borreliose, eine zweite durch Zeckenstiche übertragbare Krankheit. Auch hier sind die Zahlen, die durch das Sentinella-Meldesystem erfasst und hochgerechnet werden, im Sommer am höchsten. Bis Ende August wurden im laufenden Jahr 7400 Fälle hochgerechnet. Eine Impfung gegen die Krankheit gibt es nicht.

2020 überdurchschnittlich viele Ansteckungen

Die Zahl der Borreliose-Fälle schwankt von Jahr zu Jahr stark. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden von 2008 bis 2021 jeweils zwischen 5000 und 16'000 Fälle hochgerechnet. Auch bei der Borreliose gab es 2020 überdurchschnittlich viele Fälle.

2020 könnten der warme Frühling und vermehrte Waldspaziergänge während des Lockdowns zu höheren Fallzahlen beigetragen haben. Die warmen Winter- und Frühlingsmonate seien optimal für die Vermehrung der Zecken gewesen. Dies sagte Mark Witschi, Leiter der Sektion Impfempfehlungen beim BAG im Jahr 2020. Gleichzeitig hätten sich mehr Leute im Freien aufgehalten als in anderen Jahren.