mRNA-Impfstoff gegen Lungenpest: Erstmals vollständiger Schutz

Gerrit Fredrich
Gerrit Fredrich

Israel,

Ein neuer mRNA-Impfstoff schützt erstmals effektiv gegen die tödliche Lungenpest. In Studien an Mäusen zeigte das Vakzin 100 Prozent Schutz.

Die Lungenpest in Madagaskar verbreitet sich rasch
Die Lungenpest zählt zu den gefährlichsten bakteriellen Infektionen der Menschheit. - Keystone

Die Lungenpest zählt zu den gefährlichsten bakteriellen Infektionen der Menschheit. Unbehandelt verläuft sie fast immer tödlich und gilt als ernsthafte Bedrohung, schreibt «forschung-und-wissen.de».

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Mit herkömmlichen mRNA-Präparaten wurden bislang nur Viruserkrankungen bekämpft. Forschende der Tel Aviv University entwickelten nun erstmals einen mRNA-Impfstoff speziell gegen das Pestbakterium Yersinia pestis.

Durchbruch mit mRNA-Technologie

Der neue Ansatz nutzt gezielt genetische Baupläne für Pest-Proteine. Sie werden mithilfe von Lipid-Nanopartikeln in menschliche Zellen eingeschleust, die daraufhin Fremdeiweisse produzieren.

In Tierversuchen reichte bereits die Immunisierung mit zwei Impfungen aus, um Mäuse vollständig vor aggressiven Varianten der Lungenpest zu schützen. Das berichteten die Forscher im Journal «Advanced Science».

Abbildung Pest
Abbildung des für die Beulen- und Lungenpest verantwortlichen Bakteriums Yersinia pestis. - Keystone

Die WHO stuft Yersinia pestis als eine der weltweit gefährlichsten Biowaffen ein. In ärmeren Ländern Afrikas wie Madagaskar kommen laut «forschung-und-wissen.de» immer wieder Ausbrüche vor, weil Antibiotika und Impfstoffe oft fehlen.

Uri Elia, der Erstautor der Studie, betont, dass das Erregerbakterium «hochgradig ansteckend und extrem tödlich» sei. mRNA-Impfstoffe könnten künftig helfen, selbst Ausbrüche in entlegenen Gebieten einzudämmen.

Impfstoff: Nächste Schritte und Bedeutung

Bevor der mRNA-Impfstoff gegen die Lungenpest zugelassen werden kann, sind weitere Tierexperimente und klinische Studien am Menschen notwendig, schreibt «scinexx».

Für die Forschung markiert der Erfolg einen Meilenstein: Bisher war es nicht gelungen, die mRNA-Technologie gezielt gegen bakterielle Erreger wie das Pestbakterium einzusetzen. Die Wissenschaft spricht von einer «neuen Ära des Impfschutzes».

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Kommentare

User #9628 (nicht angemeldet)

Wenn etwas bei Mäusen wirkt, heisst noch lange nicht, dass es auch bei Menschen wirken wird. Was Tiere heilt, kann Menschen sogar krank machen und töten (und umgekehrt). Die Physiologie jeder Spezies funktioniert anders. Nach den Tierversuchen werden klinische Studien in der Regel an einer Gruppe von jungen Männern durchgeführt. Ich persönlich würde jedem davon abraten, an solchen Studien teilzunehmen, es gab schlimme Nebenwirkungen und sogar Todesfälle, obwohl die Wirkstoffe für Tiere ungefährlich waren. Tierversuche sind nicht nur unethisch sondern auch unwissenschaftlich, da schwer reproduzierbar und unzuverlässig. Die Tierversuchsforschung schädigt und tötet nicht nur Tiere sondern in klinischen Studien und durch Nebenwirkungen der Medikamente später auch viele Menschen. Und sie hemmt den medizinischen Fortschritt. Meiner Meinung nach gehören Tierversuche endlich abgeschafft und durch moderne, innovative Forschungsmethoden (die es schon gibt) ersetzt.

Minimaus

Nur schon bei mrna sträubt sich alles bei mir. Habe in der USZ Allergien getestet und nrna, Allergischer Schock erlitten, nein Danke Mrna nie mehr. Dieses Zeug macht krank und vor allem, die die mit mrna geimpft sind und Krebs haben, werden als geimpft Krebs bezeichnet, da der Krebs fadt nicht heilbar ist. Also was hier abgeht ist menschenunwürdig und Gefährlich. Es gibt keine Langzeitstudien und Ratten sind wir auch nicht, nur die die es herstellen und verimpfen

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