Lohntransparenz kann Gender-Gap verringern

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    Österreich,

    In der OECD verdienen Frauen im Schnitt 13 Prozent weniger. Der Gender Wage Gap könne mit erhöhter Lohntransparenz verringert werden.

    Noch immer werden Frauen für gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt als Männer. Lohntransparenz hilft laut OECD mit, diese Lücke zu schliessen. (Archivbild)
    Noch immer werden Frauen für gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt als Männer. Lohntransparenz hilft laut OECD mit, diese Lücke zu schliessen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wenn die Löhne in Unternehmen publiziert werden, vermindert dies den Gender Wage Gap.
    • Durch die Transparenz würde auch die Dimensionen des Problems gezeigt, so die OECD.
    • Im Schnitt verdienen Frauen in OECD-Länder 13 Prozent weniger für gleichwertige Arbeit.

    In allen OECD-Ländern verdienen Frauen weniger als Männer. Der Unterschied liegt zwischen 4 und 30 Prozent. OECD-weit sind es im Schnitt knapp 13 Prozent, die Frauen für gleichwertige Vollzeitarbeit weniger Lohn bekommen als Männer.

    Eine erfolgreiche und vielversprechende Massnahme im Kampf gegen diese globale Ungerechtigkeit sind laut Studie der OECD die zuletzt in vielen Ländern eingeführten Initiativen für mehr Lohntransparenz. Die Massnahmen seien meist noch sehr neu, ihre Bewertung noch im Frühstadium. Dies steht im aktuellen OECD-Bericht zum Thema (Pay Transparency Tools to Close the Gender Wage Gap).

    Person hält Geldschein in der Hand
    Fast fünf Jahre nach der Revision des Gleichstellungsgesetzes (GIG) ist Lohndiskriminierung weiterhin ein drängendes Problem. (Symbolbild) - keystone

    Aber Lohntransparenz sei ein relativ einfaches, intuitiv verständliches Instrument, um die Lohnunterschiede festzustellen und um auch am Arbeitsplatz gegenzusteuern. Das gelte vor allem für mittlere und grössere Unternehmen, deren Personalmanagement die Kapazität habe, geschlechtsspezifische Unterschiede zu berechnen.

    Die Offenlegung von Gehältern gebe den Beschäftigten, den Arbeitgebern und der Öffentlichkeit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Ungleichheit der Einkommen in die Hand, da sie nicht nur die Existenz des Problems, sondern auch dessen Dimension sichtbar mache. Es müssten aber einige Punkte berücksichtigt werden.

    Schweizer Firmen können «Gender Wage Gap» mit Modulen berechnen

    So zeige die Erfahrung, dass möglichst viele Parteien – insbesondere Gewerkschaften oder Betriebsräte – in den Prozess eingebunden sein und die Ergebnisse prominent publiziert werden sollten. Der Staat sollte Firmen klar vorgeben, welche Daten berichtet werden müssen.

    Hilfreich seien zentral zur Verfügung gestellte «Lohnrechner», die Firmen nutzen können, um die Daten auszuwerten und zu präsentieren. In der Schweiz etwa gebe es mit «Logib» zwei Module, mit denen unterschiedlich grosse Unternehmen ihren «Gender Wage Gap» berechnen können. Auch sollten die Einhaltung der Vorgaben kontrolliert und Abweichungen sanktioniert werden, empfiehlt die OECD.

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