Klimawandel schwächt die Reinigungsfunktion von Seen
Wegen des Klimawandels können Seen weniger Stickstoff abbauen. Das hat Folgen bis in die Ozeane, warnt eine neue Studie von Forschenden aus Basel.

Für ihre in der Fachzeitschrift «Nature Microbiology» veröffentlichte Studie untersuchten die Forschenden der Universität Basel und der Wasserforschungsanstalt Eawag den Baldeggersee LU, wie die Universität Basel mitteilte
Seen entfernen durch einen Prozess namens Denitrifikation überschüssigen Stickstoff aus dem Wasser. Diese Denitrifikation hängt eng mit der saisonalen Durchmischung des Sees zusammen. Im Winter vermischen sich die warmen oberen und die kalten tiefen Wasserschichten vollständig. In dieser Phase ist der Stickstoffabbau um fast 50 Prozent aktiver als während der sommerlichen Schichtung.
Der Klimawandel könnte diese für die Reinigung zentrale Phase verkürzen. «Die Fähigkeit von Seen, Stickstoff aus dem Wasser zu entfernen, ist stark von der Jahreszeit abhängig. Und diese wird durch den Klimawandel verändert», erklärte Erstautor Cameron Callbeck in der Mitteilung.
Bis zu 27 Tage kürzer könne diese Mischphase wegen des Klimawandels werden, so die Forschenden.
Wenn Seen den Stickstoff nicht abbauen, gelangt dieser über die Flüsse ins Meer. Dies kann zur Vermehrung von Algen in Küstenregionen, sauerstoffarmen «Todeszonen» und einer Belastung für empfindliche Ökosysteme führen.










