Klimawandel belastet Wintersport und verschärft Wetterrisiken
Der Klimawandel verursacht hohe Kosten und verstärkt Wetterextreme. Drei Untersuchungen zeigen die Folgen für Wintersport, Hurrikane und deutsche Städte.

Eine Studie des Bundes untersucht die Klimakosten in der Schweiz bis 2060 und berücksichtigt fünf Risiken für Bevölkerung und Wirtschaft. Dazu zählen Hitze, Trockenheit, steigende Schneefallgrenzen, Starkniederschläge sowie Stürme und Hagel, deren Folgen wichtige Infrastrukturen und Lebensräume regional beeinträchtigen können.
Besonders stark betroffen ist der Schweizer Wintertourismus, dem bis 2060 jährlich Schäden von mehr als zwei Milliarden Franken drohen könnten. Skigebiete unterhalb von etwa 1500 bis 1800 Metern könnten langfristig schliessen, selbst wenn sich die klimatischen Entwicklungen vergleichsweise günstig gestalten.
Höher gelegene Destinationen könnten zusätzliche Gäste aufnehmen, benötigen dafür jedoch kostspielige Anpassungen und Investitionen in ihre touristische Infrastruktur vor Ort. Laut «SRF» könnten Kosten höher ausfallen, weil Wechselwirkungen zwischen Klimarisiken unberücksichtigt bleiben; Landwirtschaft und Wasserkraft könnten bei genügend Wasser profitieren.
Klimawandel verstärkt Hurrikan Polo
Eine Untersuchung zeigt, dass der Klimawandel Hurrikan Polo stärker beeinflusste als das Wetterphänomen El Niño, das ebenfalls den Sturm verstärkte. Beide Faktoren veränderten die Bedingungen, unter denen sich der Hurrikan entwickelte, und trugen zur aussergewöhnlich hohen Intensität des Sturms bei.

Forschende schätzen, dass die Erderwärmung die Windgeschwindigkeit um fast zehn Kilometer pro Stunde erhöhte, während El Niño rund acht beitrug. Die Meeresoberfläche erreichte 31,2 Grad Celsius und war stellenweise bis zu zwei Grad wärmer als üblich, wie «Euronews» berichtet.
Der Klimawandel machte solche warmen Meeresbedingungen laut Studie 23-mal wahrscheinlicher, während El Niño ihre Wahrscheinlichkeit ungefähr um das 14-Fache erhöhte. Polo blieb zweieinhalb Tage lang ein Hurrikan der höchsten Kategorie fünf und stellte damit einen historischen Rekord im Pazifik auf.
Klimawandel gefährdet deutsche Städte
Ein Klimarisikoindex bewertet die erwartete Gefährdung von 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten durch Naturgefahren bis 2050 für Deutschland insgesamt. Entwickelt wurde die Analyse vom Institut der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit der ERGO-Versicherung und sie vergleicht Risiken in ganz Deutschland.
Die Untersuchung berücksichtigt zehn Naturgefahren, darunter Stürme, Starkregen und Hitzebelastung, die in Deutschland als besonders bedeutende Klimarisiken gelten und zunehmen. Besonders gefährdet sind Küstenregionen und Gebiete entlang grosser Flüsse, weil dort mehrere Naturgefahren zusammentreffen und Schäden deutlich verstärken können.
Wilhelmshaven erreicht 5,88 Punkte, während Kempten im Allgäu mit 3,1 Punkten eine geringere Gefährdung aufweist, berichtet «CHIP» insgesamt. Grundlage des Index sind 20 globale Klimamodelle aus CMIP6, die mögliche Entwicklungen und regionale Unterschiede der künftigen Klimarisiken abbilden können.












