Italiener fliegt 2027 bei «Artemis 3» mit
Erstmals wird Europa mit einem eigenen Astronauten beim Nasa-Mondprogramm dabei sein – und zwar mit dem Italiener Luca Parmitano. Der 49-Jährige sei einer der vier Raumfahrer bei «Artemis 3», sagte Jared Isaacman, Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

«Artemis 3» soll 2027 starten – allerdings nicht zum Mond, sondern nur zu Tests in eine Erdumlaufbahn. Mit zur Crew sollen auch die US-Amerikaner Andre Douglas, Frank Rubio und Randy Bresnik gehören, für den Notfall steht Bob Hines als Ersatz bereit.
Anders als ursprünglich geplant ist bei «Artemis 3» keine Mondlandung vorgesehen. Stattdessen soll das Koppeln des Raumschiffs «Orion» mit Mondlandesystemen getestet werden. Mit dem «Artemis»-Programm strebt die US-Raumfahrtagentur Nasa eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond an.
Der Chef der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) Josef Aschbacher hatte Ende 2025 gesagt: «Ich habe entschieden, dass die ersten Europäer, die auf einer Mondmission fliegen werden, Esa-Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein werden.
Wann der neue Schweizer Astronaut Marco Sieber erstmals ins All fliegen wird, ist noch unklar, wie die Esa am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekanntgab.
Der 49 Jahre alte Luca Parmitano ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er wurde an der italienischen Luftwaffenakademie ausgebildet und war Testpilot. 2009 wurde er als Esa-Astronaut ausgewählt, war zweimal auf der Raumstation ISS und dort mehrfach an Andockmanövern beteiligt.
Nasa-Chef Jared Isaacman hatte Ende Februar für das «Artemis»-Programm überraschend eine Strategieänderung angekündigt: «Artemis 3» starte schon 2027, lande aber anders als vorgesehen nicht auf dem Mond.
Stattdessen soll das Raumschiff «Orion» nur in einer Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO) fliegen, die Crew soll die Kopplung mit einer oder zwei Mondlandefähren erproben. 2028 könnte es dann gleich zwei Mondlandungs-Missionen geben: «Artemis 4» und «Artemis 5». In der Vergangenheit gab es allerdings immer wieder Verzögerungen.
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert waren Anfang April wieder Menschen in die Nähe des Mondes geflogen. Gelandet waren sie nicht. Zur «Artemis 2»-Crew hatten drei US-Amerikaner und ein Kanadier gehört.
Das «Artemis»-Programm – benannt nach der Göttin des Mondes und Zwillingsschwester des Gottes Apollo aus der griechischen Mythologie – war von der Nasa 2017 verkündet worden. Ursprünglich sah es eine bemannte Mondlandung – mit «Artemis 3» – bis 2024 vor.










