Forschungsteam warnt vor Tourismus zu schmelzenden Gletschern
Der Ansturm auf schmelzende Gletscher wird zum Problem. Laut Forscherinnen und Forschern könnte der Tourismus die fragilen Eislandschaften bedrohen.

Ein internationales Team unter Leitung der Universität Lausanne warnt in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» davor, dass Gletscherlandschaften von Touristinnen und Touristen «zu Tode geliebt» werden könnten. Der Kommentar der Forschenden wurde am Montag veröffentlicht.
Das Bewusstsein für den Klimawandel habe den sogenannten «Last-Chance-Tourism» zu den Gletschern stark befördert. Die Tourismusbranche reagiere darauf mit technischen Massnahmen wie dem Abdecken von Eisflächen mit sogenannten Geotextilien oder mehr Infrastruktur.
Die Forschenden kritisieren solche Anpassungen. Sie würden die Ursachen des Klimawandels nicht angehen und könnten neue Probleme wie Mikroplastikverschmutzung schaffen oder den CO2-Fussabdruck etwa durch angebotene Touristen-Helikopterflüge erhöhen.










