EU

EU-Bericht: Italien blockiert Rücknahme von Asylbewerbern

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Italien blockiert einem EU-Bericht zufolge faktisch weiterhin die Rücküberstellung von Schutzsuchenden aus Deutschland und anderen Mitgliedsländern.

EU
EU-Fahnen wehen vor dem Gebäude EU-Kommission. - keystone

In den ersten drei Wochen nach Inkrafttreten des neuen EU-Asylsystems haben die italienischen Behörden zwölfmal abgelehnt, Schutzsuchende wieder aufzunehmen, für die sie zuständig wären, wie aus einer Analyse der EU-Kommission hervorgeht.

In dem Bericht heisst es weiter, die italienischen Behörden stimmten sich auch nicht aktiv mit anderen Mitgliedstaaten über die praktischen und logistischen Schritte für Rücküberstellungen nach Italien ab.

Die EU-Kommission teilte zu dem Bericht mit, Italien habe zwar grosse Anstrengungen bei der Umsetzung der neuen Asylregeln unternommen, es seien aber konkrete Schritte erforderlich, um sicherzustellen, dass die Rücküberstellungen tatsächlich stattfänden.

Die Analyse betrachtet die ersten drei Wochen der Umsetzung der neuen Regeln, die am 12. Juni mit der EU-Asylreform (Geas) in Kraft getreten waren. Sie konzentriert sich lediglich auf Zypern, Spanien, Griechenland und Italien, da die vier Länder mit wichtigen EU-Aussengrenzen ein Recht auf Unterstützung anderer Mitgliedsländer haben.

Dafür sollen sie im Gegenzug aber auch Asylbewerber zurücknehmen, die regelwidrig zum Beispiel nach Deutschland weiter gezogen sind. Denn: Grundsätzlich ist das Mitgliedsland für Asylverfahren zuständig, in dem Schutzsuchende erstmalig in der EU ankommen.

Jahrelang gab es daher Streit zwischen den Mitgliedsländern. Während sich die Staaten an den Aussengrenzen mit den vielen Flüchtlingen alleingelassen fühlten, pochten Länder wie Deutschland und Frankreich auf die Zuständigkeitsregeln. Die EU-Asylreform sollte einen Ausgleich schaffen und den Streit befrieden.

Da die neuen Zuständigkeitsregeln seit weniger als einem Monat angewendet würden, müssten die Ergebnisse dieser ersten Bewertung als vorläufig betrachtet werden, teilt die EU-Kommission mit. Eine umfangreichere Analyse dazu, wie gut das neue EU-Asylsystem funktioniert, soll im Oktober folgen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #3303 (nicht angemeldet)

60-70 % aller Personen, die in Europa ankommen, haben keine Asylgründe nach der GFK!

User #5776 (nicht angemeldet)

Das sind keine Schutzsuchenden, eher Profiteure..

Weiterlesen

SRF Candinas Schnyder
140 Interaktionen
«Völlig falsch»
Schweizer Bauern
115 Interaktionen
Zu wenig Futter!

MEHR IN POLITIK

2 Interaktionen
Weggis LU
Eurofighter
2 Interaktionen
Nörvenich
Nato Mark Rutte
3 Interaktionen
Brüssel

MEHR EU

Brenner
Verbotsregeln
3 Interaktionen
Brüssel
Luxemburg
EU Innenkommissar Magnus Brunner
9 Interaktionen
Brüssel

MEHR AUS BELGIEN

10 Interaktionen
Brüssel
sanktionen
35 Interaktionen
Brüssel
aasd
6 Interaktionen
Brüssel
14 Interaktionen
Brüssel