Dürre setzt der Schweiz immer stärker zu
Die Dürre in der Schweiz nimmt weiter zu: Tiefe Wasserstände, trockene Böden und Hitze belasten bereits viele Regionen.

Die Dürre in der Schweiz hat sich nach einem aussergewöhnlich trockenen Frühling weiter verschärft. Laut der «Blue News» sinken vielerorts Wasserstände, während Böden austrocknen und Gewässer ungewöhnlich warm werden.
Besonders betroffen sind die Alpennordseite und das Wallis. Nach Angaben der Nationalen Trockenheitsplattform des Bundes konnten einzelne Gewitter die Situation zuletzt nur kurzfristig und regional verbessern.
Die Niederschlagsmengen liegen in vielen Gebieten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Das «BAFU» berichtet, dass sich die Auswirkungen inzwischen bei Böden, Gewässern und Grundwasser zeigen.
Tiefe Wasserstände belasten Gewässer
Viele Flüsse führen derzeit weniger Wasser als für diese Jahreszeit üblich. Auch mehrere Seen weisen tiefe Pegel auf, darunter der Bodensee, der Walensee und der Zugersee.
In den Alpen ist die Schneeschmelze früher als gewöhnlich abgeschlossen worden. Dadurch fehlt zusätzliches Schmelzwasser, das normalerweise zur Versorgung von Gewässern beiträgt.
Auch die Wassertemperaturen steigen vielerorts an. Laut dem «BAFU» beobachten Fachstellen die Entwicklung von Wasserständen, Grundwasser und Gewässertemperaturen laufend.
Trockenheit setzt der Landwirtschaft stark zu
Die Landwirtschaft spürt die Folgen bereits seit Monaten. Das «SRF» schreibt, dass die Bodenfeuchtigkeit in vielen Regionen deutlich zurückgegangen ist und sich die Situation weiter verschärfen kann.
Besonders junge Pflanzen wie Mais, Zuckerrüben und frisch angesätes Gras leiden unter der fehlenden Feuchtigkeit. Viele Landwirtschaftsbetriebe sind deshalb zunehmend auf Bewässerung angewiesen.
In mehreren Gemeinden wurden bereits Einschränkungen bei der Wasserentnahme erlassen. Die Massnahmen unterscheiden sich je nach regionaler Situation.
Warum der Schweiz das Wasser nicht ausgeht
Eine flächendeckende Trinkwasserknappheit besteht derzeit nicht. Laut dem «SRF» könnten bei länger anhaltender Trockenheit jedoch kleinere Wasserversorgungen stärker gefordert sein.
In trockenen Phasen hat die Versorgung der Bevölkerung Vorrang. Danach folgen unter anderem Landwirtschaft, Industrie und Kraftwerke.

Die Schweiz trocknet nicht grundsätzlich aus, doch die Wasserverteilung verändert sich. Dem «SRF» zufolge gibt es künftig tendenziell mehr Niederschläge im Winter und Frühling, während Sommer und Herbst trockener werden können.
Hitze und Dürre setzen der Schweiz weiter zu
Besonders problematisch sind Kombinationen aus Hitze, geringer Niederschlagsmenge, hoher Verdunstung und fehlendem Schmelzwasser. Diese Faktoren verstärken die Auswirkungen der Trockenheit und Dürre.
Der Bund überwacht deshalb laufend Wasserstände, Bodenfeuchtigkeit, Grundwasser und Waldbrandgefahr. Laut dem «BAFU» wird die Entwicklung über die offiziellen Warn- und Informationskanäle begleitet.
Wann sich die Lage entspannt, hängt von länger anhaltenden Regenfällen ab. Die Behörden erwarten, dass die Trockenheit in einzelnen Regionen vorerst weiter bestehen bleibt.








