Empa-Forscher haben im Graubünden die Luftqualität in Schulzimmern getestet. Sie stellten fest, dass es bei schlechtem Lüften zu mehr Corona-Infektionen kommt.
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Laut Daten aus 300 CO2-Messgeräten an Bündner Schulen, schützt regelmässiges Lüften in Klassenzimmern vor Ansteckungen mit dem Coronavirus. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
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Das Wichtigste in Kürze

  • Sind Schulzimmer schlecht durchlüftet, stecken sich Schüler vermehrt mit Corona an.
  • Zu diesem Schluss gelangen Empa-Forscher bei einer Studie im Graubünden.
  • In über der Hälfte der Zimmer war zudem der CO2-Wert zu hoch.

Der Kanton Graubünden hat zusammen mit Empa-Forschern die Luftqualität in 150 Schulzimmern getestet. Es zeigte sich, dass sich in schlecht gelüfteten Räumen signifikant mehr Personen mit dem Coronavirus ansteckten als in gut durchlüfteten.

CO2-Wert vielerorts zu hoch

Die Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchten seit Oktober erstmals Daten aus 300 CO2-Sensoren in Klassenzimmern.

Parallel dazu überwachten sie, zu wie vielen positiven Corona-Testresultaten es in diesen Klassenzimmern kam. Dies erklärt Martin Bühler, Chef des Bündner Führungsstabs am Donnerstag vor den Medien.

Coronavirus Schulen Niedersachsen
Ein Lehrer bereitet das Schulzimmer für den Unterricht vor. - dpa

Die Auswertung zeigte, dass sich bei schlechter Luftqualität deutlich häufiger Personen mit dem Coronavirus ansteckten. In rund 60 Prozent der Klassenzimmer war der CO2-Gehalt in der Luft zu hoch.

Die Verantwortlichen rieten deshalb, mehr als gewohnt zu lüften, auch jetzt, wo es kälter sei. Sie erarbeiteten dazu ein Infoblatt für die Schulen, worin geraten wird, alle fünf Minuten zu lüften.

Coronavirus: Maskenpflicht ab der 3. Klasse

Aufgrund der hohen Fallzahlen in Schulen, sei ohne Massnahmen kein geregelter Präsenzunterricht mehr möglich, sagte Erziehungsdirektor Jon Domenic Parolini (Mitte).

Deshalb gelte ab nächstem Montag eine Maskenpflicht ab der 3. Klasse im ganzen Kanton. Diese Massnahme bleibe vorerst bis zum 23. Januar bestehen.

Dann werde die Lage neu beurteilt.

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