Aufgrund der beunruhigenden Omikron-Variante arbeitet Biontech an einer Anpassung ihres Impfstoffes. Man dürfe «keine Zeit verlieren».
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Leere Ampullen des Biontech/Pfizer-Vakzins. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Impfstoffhersteller Biontech arbeitet aktuell an einer Impfstoff-Anpassung.
  • Gleichzeitig wird die neue Omikron-Variante etlichen Labortests unterzogen.
  • Erst dann werde sich zeigen, ob die Impfstoff-Anpassung nötig ist, wie es heisst.

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech führt laufende Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron durch. Nebenbei arbeiten sie an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs – vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte.

«Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an. Dies bis wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht.» Das teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Nachrichtenagentur DPA mit.

Mutationen am Spike-Protein

Die beiden Arbeitsgänge überschneiden sich den Aufgaben zufolge teilweise. Als Beispiel wurde der Bauplan des Spike-Proteins für die Labortests mit dem Pseudovirus genannt, mit dem die Experimente durchgeführt werden.

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Eine Person arbeitet in einem Labor. (Symbolbild) - keystone

In den Labortests werden dabei Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. «Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben», erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

Biontech hatte am Freitag erklärt, dass sich die neue Variante deutlich von bisher beobachteten Varianten unterscheide. Es wurden zusätzliche Mutationen am Spike-Protein festgestellt.

Resultate Ende nächste Woche

Die Daten aus nun laufenden Labortests gäben demnächst Aufschluss, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde. Das Unternehmen rechnete spätestens bis Ende nächster Woche mit Erkenntnissen.

Omikron
Die Omikron-Variante(B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Foto: Pavlo Gonchar/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff anzupassen. Dies erklärte Biontech. Dafür seien klinische Studien mit variantenspezifischen Impfstoffen gestartet worden, um Daten zur Sicherheit und Verträglichkeit zu erheben. Diese könnten im Fall einer Anpassung bei den Behörden als Musterdaten vorgelegt werden.

Als Escape-Variante wird eine Virusvariante bezeichnet, die sich der Wirkung der verfügbaren Impfstoffe in Teilen entzieht. Ein Impfstoff auf Basis des Botenmoleküls mRNA wie der von Biontech oder Moderna ist schneller herzustellen als herkömmliche Impfstoffe. Dies, weil nur der Bauplan produziert werden muss, nicht das Antigen selbst.

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