Der Pharmakonzern Astrazeneca soll ein neues Präparat entwickelt haben, das einer Covid-Erkrankung vorbeugen und einen schweren Verlauf verhindern kann.
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Der Pharmakonzern Astrazeneca. - dpa/Georg Wendt

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein neues Antikörper-Mittel soll einer Covid-Erkrankung vorbeugen und mildern können.
  • Entwickelt hat das Präparat der Pharmakonzern Astrazeneca.
  • Ein Test an 900 Personen hat sehr positive Resultate geliefert.

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat nach eigenen Angaben mit einem Antikörper-Präparat gute Resultate bei der Behandlung von Corona-Erkrankten erzielt. Das Mittel AZD7442 reduziere die Fälle von schwerer Erkrankung und Tod bei Covid-19-Erkrankten um die Hälfte. Dies aber nur, wenn es innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Symptome verabreicht wurde.

Wurde das Mittel innerhalb von fünf Tagen gespritzt, war die Zahl der schwer Erkrankten oder Gestorbenen sogar 67 Prozent tiefer. Zum Vergleich diente eine Testgruppe, die ein Placebo-Mittel erhielt.

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Einer Person auf der Intensivstation wird ein Medikament verabreicht. - Keystone

Durchgeführt wurde die Phase-III-Studie an rund 900 erwachsenen Patienten mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Ein grosser Teil der Teilnehmer (90 Prozent) gehörte aber zu Risikogruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf. Sie litten beispielsweise an Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das Präparat könne sowohl vorbeugend wie auch als Mittel zur Therapie eingesetzt werden, sagte Mene Pangalos der Mitteilung zufolge. Er ist bei Astrazeneca für den Bereich der Bio-Pharmazeutika zuständig.

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