Asteroid Ryugu beschossen: «Hayabusa 2» feuert Sprengkörper ab

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    Japan,

    Die japanische Raumsonde «Hayabusa 2» hat am Freitag ihre Mission am Asteroiden Ryugu mit einem riskanten wissenschaftlichen Experiment fortgesetzt.

    «Hayabusa 2» bei einem früheren Beschuss des Asteroiden mit einer Kugel
    «Hayabusa 2» bei einem früheren Beschuss des Asteroiden mit einer Kugel - JAXA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der bislang riskanteste Einsatz einer Ende 2014 gestarteten Mission ist geglückt.
    • Eine Sonde feuerte gezielt einen Sprengkörper auf einen Asteroiden ab.

    Die Sonde feuerte einen Sprengkörper auf den Asteroiden ab mit dem Ziel, einen Krater in den Asteroiden zu sprengen. Und: Auf diese Weise Teile des aufgewirbelten Materials aufzufangen. Der Sprengkörper explodierte planmässig 40 Minuten, nachdem er auf den Weg gebracht wurde.

    Der Einsatz war der bisher riskanteste bei der Mission. Das Manöver 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt war höchst anspruchsvoll. Die Sonde musste sich dem Asteroiden auf 500 Meter nähern.

    Kamera soll inspizieren

    Und: Sie musste sich nach der Explosion wieder entfernen. Das, um nicht von dem aufgewirbelten Material getroffen und beschädigt zu werden oder mit Ryugu zu kollidieren.

    Eine auf den Asteroiden hinabgelassene Kamera sollte anschliessend den Krater inspizieren. Bei einer sandigen Oberfläche rechneten die Experten mit einem Durchmesser von zehn Metern, bei einem steinigen mit drei Metern.

    Sonde soll Infos für Asteroiden-Abwehr bringen

    Als das Kamera-Manöver glückte, brandete Applaus im Kontrollzentrum in Japan auf. Bilder lagen zunächst jedoch noch nicht vor. Nach dem Einsatz wird es etwa zwei Wochen dauern, bis «Hayabusa 2» in ihre Ausgangsposition zurückkehrt.

    Die deutsch-französisch-japanische Mission soll neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems liefern. Sowie Informationen über die Möglichkeit, einen Asteroiden abzuwehren, sollte eine Kollision mit der Erde drohen. Die Wissenschaftler vermuten organische Stoffe und Wasser von vor 4,6 Milliarden Jahren auf dem Asteroiden Ryugu.

    Sonde 2014 gestartet

    Bereits Ende Februar war «Hayabusa 2» kurz auf dem Asteroiden gelandet. Damals hatte sie eine Kugel in dessen Oberfläche geschossen, um Staub für Proben aufzuwirbeln.

    «Hayabusa 2» war im Dezember 2014 gestartet und soll mit den Proben im kommenden Jahr zur Erde zurückkehren. Die Mission, die umgerechnet knapp 90 Millionen Euro kostet, verlief nicht immer problemlos. Ursprünglich war die Landung der Sonde bereits im vergangenen Jahr geplant. Weil sich die Asteroiden-Oberfläche jedoch als unerwartet zerklüftet erwies, musste länger nach einem geeigneten Landeplatz gesucht werden.

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