Abgeschwächte Meeresströmungen könnten Eiszeiten gefördert haben

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Eine verlangsamte Meeresströmung im Nordatlantik könnte vor rund einer Million Jahren mitverantwortlich für längere und intensivere Eiszeiten gewesen sein. Zu diesem Schluss kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie der Universität Bern.

    Schmelzwasser aus den Polarregionen könnten unter dem Strich die Eiszeiten mitverantwortet haben. (Symbolbild)
    Schmelzwasser aus den Polarregionen könnten unter dem Strich die Eiszeiten mitverantwortet haben. (Symbolbild) - KEYSTONE/AP/JOHN MCCONNICO

    Die Forschenden der Universität Bern gingen unter der Leitung von Iván Hernández-Almeida vom an der Universität Bern angesiedelten globalen Forschungsnetzwerk Past Global Changes den Gründen für die Klymazyklen mit Warm- und Eiszeiten nach. Aus Sedimentborungen südlich von Island konnten sie gemäss einer Medienmitteilung Spuren herauslesen, die für diese Zyklen mitbestimmend hätten sein können.

    Zentral sei es darum gegangen, herauszufinden, wie gut der tiefe Nordatlantik von gut 800'000 Jahren mit Sauerstoff versorgt gewesen sei. Während Kältephasen sei der Sauerstoffgehalt stark reduziert gewesen – überraschenderweise in einer Region, die heute als sehr gut durchlüftet gelte.

    Als Grund dafür eruierten die Forschenden grosse Mengen an geschmolzenem Süsswasser, das aus immer grösser werdenden Gletschern und Eisbergen in den Nordatlantik gelangt sei. Dieses leichtere Süsswasser habe die obere Schicht des Ozeans stabilisiert und damit die Strömungen, die sauerstoffreiches Wasser in die Tiefe transportieren, geschwächt.

    Eine der Folgen war gemäss der Studie, dass weniger des im Ozean gelösten CO2 an die Oberfläche gelangen und damit in die Atmosphäre entweichen konnte. Die Abnahme der CO2-Konzentration habe sodann eine Ausbreitung der Polarschilde zur Folge gehabt.

    Für die Forschenden der Universität Bern sind die Ergebnisse auch mit Blick auf den heutigen Klimawandel bedeutsam, wie sie schreiben. Klimamodelle prognostizierten, dass sich die atlantische Ozeanströmung durch die Erwärmung der Erde und den zunehmenden Eintrag von Schmelzwasser aus Grönland abschwächen könnte. Das sei ein wichtiges Warnsignal dafür, wie empfindlich dieses System auch heute reagieren könne.

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    Kommentare

    User #6340 (nicht angemeldet)

    Echt witzig, der Zeitpunkt dieser Studie. Vor ein paar Wochen waren die Medienmeldungen, dass die Meeresströme sich massiv verlangsamen. Natürlich nur wegen dem Klimawandel. Jetzt kommt raus, dass verlangsamte oder gar versiegte Meeresströmungen Eiszeiten auslösen. Könnte mir mal einer verraten was Otto Normalbürger mit dem ganze Gebrabbel anfangen soll?

    User #799 (nicht angemeldet)

    Lasst uns möglichst viele Windkraftanlagen bauen. Die sind die Lösung für alles.

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