Zwei Tote bei starken Überschwemmungen in türkischer Provinz
Nach starken Regenfällen ist es in der türkischen Provinz Hatay zu schweren Überschwemmungen gekommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Nachmittag von zwei Toten und vier Verletzten, drei Menschen konnten aus einem eingestürzten Haus geborgen werden.

Betroffen sind vor allem das Stadtzentrum von Antakya und die angrenzenden Bezirke Defne, Samandag und Kumlu.
Die Feuerwehr und der Katastrophenschutz AFAD rückte aus, um Menschen zu retten, die in überfluteten Gebäuden eingeschlossen waren. Auf Bildern der Nachrichtenagentur DHA war zu sehen, wie Rettungskräfte mit Booten auf den überschwemmten Strassen unterwegs waren. Der Fluss Orontes war an einigen Stellen über die Ufer getreten.
Der Gouverneur von Hatay, Mustafa Masatli, erklärte laut Anadolu, dass der Regen am Mittwochmittag in der gesamten Provinz eingesetzt habe und die Behörden bereits alarmiert waren, als die Intensität gegen Abend zunahm. Die Niederschlagsmengen hätten die erwarteten Mengen jedoch übertroffen.
Im Bezirk Samandag wurden die Schulen dem Gouverneur zufolge geschlossen.
Die Schäden umfassten neben eingestürzten Gebäuden, unterspülten Strassen und weggeschwemmten Fahrzeugen auch die Karacay-Brücke auf der Umgehungsstrasse zwischen Antakya und Samandağ, die teilweise eingestürzt ist. Gouverneur Masatli erklärte, es habe grosse landwirtschaftliche Schäden gegeben, ausserdem sei eine hohe Anzahl von Geflügel, Rindern und Schafen verendet.
Die Provinz Hatay war im Februar 2023 am schwersten von den starken Erdbeben betroffen gewesen. Nach wie vor leben dort zahlreiche Menschen in provisorischen Unterkünften wie Containern, die gegen solche massiven Wetterereignisse nur geringen Schutz bieten.










