Rekord am Everest: Fast 270 Kletterer erreichen Gipfel an einem Tag
Neuer Tagesrekord: Auf nepalesischer Seite des Mount Everest haben an einem Tag 269 Kletterer den Gipfel des höchsten Bergs der Erde erreicht.

«Auf nepalesischer Seite lag der vorige Tagesrekord bei 223 Besteigungen am 22. Mai 2019», sagte Khimlal Gautam von der Tourismusabteilung des Kulturministeriums. «Dieser Rekord wurde geknackt.» Der Beamte leitet die Aussenstelle der Abteilung am Basislager des 8.849 Meter hohen Everest.
Die Bergsteiger aus aller Welt und die Bergführer nutzten am Mittwoch die günstigen Wetterverhältnisse für den Schlussanstieg. Innerhalb von elf Stunden schafften es laut Gautam alle Kletterer, die Teilnehmer verschiedener Expeditionen waren, nach oben.
Angesichts des Andrangs war die Route auf den letzten Metern bis zum Gipfel überfüllt. An einem Punkt bildete sich laut Gautam am «Balkon» genannten Ruhepunkt in etwa 8.400 Meter Höhe bis zum Gipfel eine Schlange. Ein Stau wegen des grossen Andrangs sei aber nicht ungewöhnlich gewesen.
Einschliesslich der Bergführer hätten bisher 600 Menschen in der laufenden Saison die Spitze des Bergs erreicht, sagte Gautam. Nepal hatte diesmal nach Behördenangaben so viele Genehmigungen wie nie zuvor für die Besteigung des Mount Everest in der Hauptsaison erteilt. Es wurden demnach bis Mitte Mai 494 Zulassungen für Kletterer aus 55 Ländern ausgegeben.
Ein Grund für die Rekordzahl ist nach Berichten nepalesischer Medien auch der Umstand, dass China den Aufstieg zum Everest von der tibetischen Seite nicht ermöglicht.
In der laufenden Saison starben bisher drei Bergsteiger aus Nepal am Everest. Am Montag vergangener Woche starb nach Berichten lokaler Medien ein 21-Jähriger aus dem Himalaya-Staat, als er in eine Gletscherspalte fiel. Er war in einer Gruppe unterwegs, die die Route für die Bergsteiger aus aller Welt präparieren sollte.
Ein weiterer Nepalese starb am 10. Mai während des Aufstiegs. Als Todesursache wurde Herzversagen vermutet. Der Tod eines dritten Nepalese war laut «The Himalayan Times» am 4. Mai Folge eines Sturzes auf dem Weg zum Basislager.










