Corona und Ukraine-Krieg: Die Krisen dauern an - doch die Menschen in Deutschland bleiben dem Zukunftsforscher Opaschowski dennoch optimistisch. Das hängt ihm zufolge auch mit historischer Erfahrung zusammen.
Die Deutschen bewahren einen realistischen und vorsichtigen Optimismus, sagt der Zukunftsforscher Horst Opaschowski.
Die Deutschen bewahren einen realistischen und vorsichtigen Optimismus, sagt der Zukunftsforscher Horst Opaschowski. - Roberto Pfeil/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In diesen Krisenzeiten überwiegt bei den Deutschen nach Ansicht des Zukunftsforschers Horst Opaschowski nicht der Pessimismus.

Trotz der anhaltenden Krisenzeit herrsche Zuversicht vor – ein realistischer und vorsichtiger Optimismus, sagte der 81-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist die Fähigkeit der Deutschen, selbst in schweren Stunden und Zeiten dem Leben irgendwie eine positive Seite abzugewinnen.» Bei einer repräsentativen Umfrage seines Instituts im März 2022 hätten 78 Prozent der Befragten angegeben, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Widerstandskraft durch Erinnerung

«Jetzt, in den Dauerkrisenzeiten zwischen Pandemie und Ukrainekrieg, erinnern sich die Deutschen wieder an eigene Kriegs- und Nachkriegszeiten, an Einschränkungen und Entbehrungen.» Diese historische Erfahrung und Erinnerung setze Widerstandskräfte gegen Krisenängste frei, ist Opaschowski überzeugt.

Optimistisch sein und es auch in Krisenzeiten bleiben - so lautet die Devise des Hamburger «Clubs der Optimisten». Rund 200 Mitglieder, viele davon Unternehmer, hat der 2005 gegründete Club. «Mit Optimismus ist das Leben leichter», sagte der Vorsitzende Lutz Peter Eklöh. Krisen könnten dafür sorgen, neue Lösungsansätze zu finden.

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