Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau aufgehellt.
Sonnenuntergang im Hafen
ARCHIV - 08.04.2020, Hamburg: Die Sonne geht hinter hochgeklappten Containerbrücken imm Hafen und der Köhlbrandbrücke, auf der ein LKW fährt, unter. (Symbolbild) - dpa

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  • Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW stieg im Juni gegenüber dem Vormonat um 6,3 Punkte auf minus 28 Punkte, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

Experten hatten im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg auf minus 26,8 Punkte prognostiziert.

Die Bewertung der Konjunkturlage verbesserte sich hingegen etwas deutlicher als erwartet. Sie stieg um 8,9 Punkte auf minus 27,6 Zähler. Volkswirte hatten hier mit minus 31 Punkten gerechnet. Infolge des Kriegs in der Ukraine hatte sich die Lagebeurteilung zuvor dreimal in Folge verschlechtert.

Die Finanzmarktexperten sähen weniger dunkle Wolken am Konjunkturhimmel, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. «Zahlreiche konjunkturelle Risiken wie die Folgen der Sanktionen gegen Russland, die unklare Corona-Lage in China und der allmähliche Kurswechsel bei der Geldpolitik bleiben jedoch bestehen.» Daher liege der Indikator trotz einer Verbesserung im negativen Bereich.

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