Wladimir Putin

Wladimir Putin: Russland hat zur Gründung der USA beigetragen

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Russland,

Neue Details zum Gespräch zwischen Wladimir Putin und Donald Trump werden bekannt. So hat Putin erklärt, Russland habe die Unabhängigkeit der USA unterstützt.

Trump Putin
Trump und Putin haben wieder einmal telefoniert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Putin behauptet, Russland habe die Unabhängigkeit der USA unterstützt.
  • Er spricht von «langjährigen, besonderen Beziehungen» zwischen den beiden Ländern.
  • Trump hingegen ist vom Gespräch «sehr enttäuscht».

Im Telefonat mit dem US-Präsidenten Donald Trump hat der russische Präsident Wladimir Putin letzte Woche eine kuriose Behauptung aufgestellt.

So soll Russland eine entscheidende Rolle bei der Unabhängigkeit der USA von Grossbritannien gespielt haben. Dies berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur «Tass».

Putin erklärte, dass Russland im 18. Jahrhundert sowohl finanzielle Mittel als auch Waffen bereitgestellt habe. Dies, um Amerika bei seinem Unabhängigkeitskampf gegen Grossbritannien zu unterstützen.

Er betonte gemäss Agentur die «langjährigen besonderen Beziehungen» zwischen den beiden Nationen. «In diesem Sinne fanden wir also Dinge, die uns einten», bilanzierte Wladimir Putin.

Historiker relativiert Behauptung von Wladimir Putin

Der Kreml bestätigte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur, dass Putin diese Themen während des Telefonats angesprochen habe.

Zudem soll er Trump zum amerikanischen Unabhängigkeitstag gratuliert haben.

Russland hatte zwar während der Amerikanischen Revolution eine neutrale Haltung eingenommen.

Aber: Laut «Newsweek» hat Russland die USA erst im Jahr 1803 anerkannt. Also Jahrzehnte nach der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776.

Paul Behringer, US-Historiker, sieht die historischen Beziehungen zwischen Russland und den USA etwas anders als Putin. Er schrieb in einer 2024 veröffentlichten Arbeit lediglich von einer «entfernten Freundschaft».

Bald einmal hätten aber unterschiedliche Ideologien und Interessen die beiden Länder in ein «angespannteres und konkurrierendes Verhältnis» getrieben.

Trump: «Ich bin sehr enttäuscht»

In ihrem Gespräch diskutierten Wladimir Putin und Donald Trump nicht nur über Geschichte. Auch über die aktuelle Situation in der Ukraine wurde gesprochen.

Putin bezog dabei eine klare Position: Er sagte Trump, dass Russland seine Ziele erreichen und nicht davon abweichen werde.

Trump sagte: «Ich bin sehr enttäuscht von dem Gespräch, das ich heute mit Präsident Putin hatte.» Und weiter: «Ich glaube nicht, dass er aufhören will, und das ist schade.»

Denkst du, dass der Ukraine-Krieg bald enden wird?

Kurz nach ihrem Telefonat startete Russland einen Drohnenangriff auf die Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X: Russland habe bei diesen «zynischen Angriffen» 550 Drohnen, Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

US-Präsident Donald Trump will die Ukraine trotz eines jüngst bekanntgewordenen teilweisen Lieferstopps weiter mit Waffen versorgen.

Trump sagte: «Wir werden noch weitere Waffen schicken. Wir müssen – sie müssen in der Lage sein, sich zu verteidigen. Sie werden sehr schwer getroffen.»

Kommentare

User #5781 (nicht angemeldet)

Washington war nicht nur ein überaus fähiger Politiker, er liess auch über 150 Sklaven auf seinen Feldern arbeiten. Er war nicht der einzige Gründer mit Sklaven. Das hatte auch Einfluss auf die Entstehung der USA. Dieser Aspekt muss bei der Gründungsfeier auch entsprechend dargestellt werden.

User #5114 (nicht angemeldet)

Und als dank für die grossartige Unterstützung haben sie nun sein Schoßhündchen ins orange Haus gewählt

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