Walforscher sicher: Timmy war ein Meitli!

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Dänemark,

Der gestrandete und nun verstorbene Wal Timmy ist eigentlich ein Weibchen. Auf den neuen Fotos sind die Milchdrüsenspalten zu sehen.

timmy
Beim gestrandeten und nun verstorbenen Wal handelt es sich um ein Weibchen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wal Timmy war eigentlich ein Weibchen.
  • Da der Kadaver nun auf dem Rücken liegt, sind die Milchdrüsenspalten zu sehen.
  • Die private Rettungsinitiative sprach zuvor stets davon, dass es ein Wal-Bulle sei.

Timmy ist eigentlich Timea. Ein Wal-Experte bestätigt gegenüber der «Bild», dass der vor Deutschland gestrandete und vor Dänemark gestorbene Wal ein Weibchen war. Dies lässt sich auf den Bildern erkennen.

Noch als der Wal vor Poel lag, sagte ein Experte der Rettungsinitiative, dass es ein Bulle sei. Auch Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, wiederholte das. In der Folge wurde dem Tier der männliche Name Timmy gegeben.

Doch wirklich bestimmen konnte man das Geschlecht des Wals nicht: Da das Tier gestrandet war und mit dem Bauch auf dem Meeresboden lag, war der Geschlechtsbereich nicht sichtbar.

Das Tier wurde am 2. Mai in der Nordsee freigelassen. Vor Kurzem tauchte dann ein Wal-Kadaver vor der dänischen Insel Anholt auf. Durch die Analyse der Schwanzflosse konnte festgestellt werden, dass es sich um den freigelassenen Wal handelt.

Verfolgst du die Geschehnisse rund um Timmy?

Aktuell liegt das Tier auf dem Rücken vor der Insel. Dadurch ist der Geschlechtsbereich sichtbar. Bei einem toten Walbullen trete der Penis deutlich aus dem Körper hervor, erklärt Meeresbiologe Fabian Ritter. Das ist beim Tier vor Anholt nicht der Fall.

Dafür seien die Milchdrüsenspalten, die beidseitig dicht neben der Geschlechtsöffnung liegen, «klar zu erkennen». Aus diesen Spalten spritze das Muttertier die Milch direkt ins Maul der Jungtiere. Somit handelt es sich bei Timmy eindeutig um eine Walkuh.

Als weiteres Indiz dafür, dass Timmy ein Männchen ist, galt der Gesang, der vor Poel zu hören war. Ritter erklärt: «Wal-Männer singen, wenn sie um eine Frau werben. Timmy aber hat vokalisiert, es war kein Gesang, sondern es waren eher Klagerufe.»

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Kommentare

User #8700 (nicht angemeldet)

Wir Meeres-Atheisten fordern, dass Timine an der Küste begraben wird und das Grab ein Kreuz mit Gedenkinschrift erhält.

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