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    Nun spricht der Wal-Kletterer: «Ist ein totes Tier!»

    Simon Binz
    Simon Binz, Stephan Felder

    Dänemark,

    Wal Timmy ist tot – doch statt Respekt zeigen Touristen ihre hässlichste Seite und klettern für Selfies auf den Kadaver.

    Wal Timmy
    Statt Respekt zu zeigen, kletterten Badegäste auf den toten Wal Timmy und posierten für Selfies. - Screenshot/X

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der gestrandete Buckelwal Timmy ist vor der dänischen Insel Anholt tot aufgefunden worden.
    • Badegäste kletterten für Selfies auf den Kadaver – die Küstenwache musste eingreifen.
    • Experten warnen: Tote Wale können explodieren und übertragen Krankheiten auf Menschen.

    Millionen Menschen hatten wochenlang mit ihm mitgefiebert. Jetzt ist Wal Timmy tot – und vor der dänischen Insel Anholt zeigen einige Strandbesucher ihre hässlichste Seite.

    Wie die «Bild» berichtet, kletterten am Sonntag einige Badegäste auf den toten Wal und posierten für Fotos.

    Die geschmacklose Aktion wurde in einem Video festgehalten und sorgt für Empörung. Die Küstenwache musste eingreifen und die Strandbesucher schliesslich verscheuchen.

    Zwei Dänen, die auf Timmy kletterten, rechtfertigten ihre Aktion gegenüber «RTL»: «Heilig? Nein, das ist ein totes Tier», sagte ein Wal-Kletterer. «Das ist die erste Möglichkeit in meinem Leben, auf einen Wal zu klettern.»

    Was hältst du von den Selfies auf totem Wal Timmy?

    Dabei hatten die Behörden eindringlich davor gewarnt, sich dem Tier zu nähern. Tote Wale können nämlich explodieren: Bei der Verwesung entstehen Gase, die durch die dicke Haut nicht entweichen können. Zudem kann der Kadaver Krankheiten tragen, die auf Menschen übertragbar sind.

    Auch der zuständige Umweltminister Till Backhaus reagierte entsetzt. «Ich finde das nicht schön, dass sich Leute auf den Wal stellen und sich fotografieren», sagte er. Laut Backhaus ist die Verwesung des Kadavers bereits «weit fortgeschritten».

    Trauriges Ende einer bewegenden Geschichte um Wal Timmy

    Wal Timmy war Anfang Mai gegen 9 Uhr im Skagerrak in die Nordsee entlassen worden. Sein Schicksal hatte Millionen Menschen bewegt. Meeresforscher hatten den traurigen Ausgang vorhergesagt und vor der Rettungsaktion gewarnt. Sie wurden dafür teils angefeindet und bedroht.

    Die Kosten der Rettungsaktion von rund 1,5 Millionen Euro trugen die Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz.

    In Dänemark stösst der deutsche Umgang mit dem Wal auf Unverständnis. Dort überlässt man gestrandete Buckelwale dem Lauf der Natur, wie Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde gegenüber «News 5» sagte.

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    Kommentare

    User #3541 (nicht angemeldet)

    Was der Walkletterer jetzt sagt, lese ich bewusst nicht. Ich will gar nicht wissen, was er herauslässt und auch kein Foto sehen. Es ist doch einfach eine absolute Zumutung, wieviel geistiger Müll dauernd zum Sortieren anfällt. Momentan bin ich nur hier im Forum, um dies anzumerken.

    User #2298 (nicht angemeldet)

    der darf das aber was ich denke darf ich nicht schreiben klar ist ja nur ein totes tier.

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