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Wadephul: 1,3 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe im Sudan

Keystone-SDA
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Deutschland,

Die Geberländer auf der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin wollen für das laufende Jahr mehr als 1,3 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe in dem Bürgerkriegsland bereitstellen. Aussenminister Johann Wadephul (CDU) sprach am Rande der Konferenz in «einer Welt schrumpfender humanitärer Mittel» von einem guten Zeichen. Es helfe, «das Leid der Menschen im Sudan ein wenig zu lindern» und Leben zu retten. Die Geber zeigten auch, «dass dieser Konflikt nicht vergessen ist».

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Johann Wadephul (CDU), Aussenminister, spricht bei der Pressekonferenz bei der Internationalen Sudan-Konferenz im Auswärtigen Amt. - keystone

Deutschland stockt seine Sudan-Hilfe laut Wadephul um insgesamt mehr als 230 Millionen Euro auf – darunter sind auch Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro aus dem Entwicklungsministerium von Ministerin Reem Alabali Radovan (SPD). Die Bundesrepublik gehe damit als einer der grössten Unterstützer der humanitären Hilfe für die Menschen im Sudan voraus. Auf der Berliner Konferenz gehe es um das grundsätzlichste Ziel überhaupt – um Menschlichkeit betonte Wadephul angesichts des Ausmasses der humanitären Krise im Sudan.

Der Minister schloss sich der Forderung von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk nach einem Waffenembargo gegen den gesamten Sudan an. Die Vereinten Nationen hätten bereits ein entsprechendes Embargo beschlossen. «Das Problem dabei ist, wie insgesamt in diesem Konflikt, wie setzt man das praktisch um», fügte der Bundesaussenminister aber hinzu.

In dem drittgrössten afrikanischen Land herrscht seit genau drei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg, der nach UN-Angaben die grösste humanitäre Krise auf der Welt auslöste. Derzeit sind mehr als 11,6 Millionen Menschen auf der Flucht im Sudan und den Nachbarländern, mehr als 19 Millionen Menschen sind von Hunger bedroht. Nach UN-Angaben war die Finanzierung der humanitären Hilfe für den Sudan in diesem Jahr bisher nur zu 16 Prozent gesichert.

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Kommentare

User #6151 (nicht angemeldet)

Und für das eigene Volk nichts.

User #2747 (nicht angemeldet)

Die Kolonialzeit prägte die Konflikte des Landes, einschliesslich der Abspaltung des Südsudans. Sollen mal die Ausbeuter wie GB hilfe leisten!!

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