Bakterien in der Ostsee fordern bereits zwei Todesopfer
Bakterien im warmen Ostseewasser haben in Deutschland bereits zwei Todesfälle verursacht. Fachleute raten besonders gefährdeten Menschen zu erhöhter Vorsicht.

Das Robert Koch Institut registrierte in diesem Jahr bereits 17 Vibrionen Infektionen in Deutschland. Zwei hochaltrige Menschen starben nach einer Ansteckung mit den gefährlichen Wasserbakterien an den Folgen der Infektion.
Die Fallzahlen liegen bereits deutlich über den Werten vergleichbarer Zeiträume der vergangenen Jahre in Deutschland. Verantwortlich ist laut Experten die ungewöhnlich frühe Erwärmung vieler Küstengewässer bereits während der Hitzewelle im Juni.
Eine schnelle Behandlung mit Antibiotika verbessert die Heilungschancen auch bei schweren Krankheitsverläufen nach einer rechtzeitig erkannten Infektion erheblich. Wie die «Tagesschau» berichtet, begann die Vibrionen Saison 2026 ungewöhnlich früh und führte zu steigenden Fallzahlen.
Warum sich die Bakterien ausbreiten
Vibrionen kommen natürlicherweise in Süss Brack und Salzwasser vor und gelten nicht als Hinweis auf verschmutzte Gewässer. Besonders günstige Bedingungen finden die Bakterien in der vergleichsweise salzarmen Ostsee mit ihren schnell erwärmten Küstenbereichen.
Die derzeit registrierten Erkrankungen werden nicht durch Cholera Erreger verursacht, sondern durch sogenannte Nicht Cholera Vibrionen. Offene Wunden gelten als häufigster Infektionsweg beim Baden in sommerlich warmem Meerwasser entlang der Ostseeküste.
Auch rohe Meeresfrüchte oder unzureichend gegarter Fisch können die Bakterien in seltenen Fällen auf Menschen übertragen. «Euronews» verweist zudem auf besondere Vorsicht für Menschen mit offenen oder schlecht heilenden Wunden.
Risikogruppen besonders gefährdet
Vor allem ältere und immungeschwächte Menschen tragen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe nach einer Vibrionen Infektion. Auch Diabetes sowie Leber oder schwere Herzerkrankungen erhöhen nach Expertenangaben das Risiko für gefährliche Komplikationen zusätzlich.

Starke Schmerzen trotz kleiner Wunden können ein frühes Warnzeichen für eine gefährliche Infektion mit Vibrionen sein. Solche Beschwerden sollten umgehend ärztlich untersucht und möglichst schnell mit einer geeigneten Antibiotika Therapie behandelt werden.
In Berlin waren alle bekannten Betroffenen älter als 75 Jahre und erlitten Wundinfektionen nach Aufenthalten an der Ostsee. Die «Ostdeutsche Allgemeine» berichtet, dass zwei Erkrankte zusätzlich eine schwere Blutvergiftung infolge der Infektion entwickelten.
















