Vermisste Alexandra R.: Zwei Tatverdächtige festgenommen
Im Fall der seit Ende 2022 vermissten Alexandra R. (39) wurden zwei Männer festgenommen. Die Nürnbergerin war bei ihrem Verschwinden hochschwanger.

Das Wichtigste in Kürze
- Von der 39-jährigen Alexandra R. aus Nürnberg (D) fehlt seit Dezember 2022 jede Spur.
- Ermittler gehen davon aus, dass die damals im 8. Monat schwangere Frau getötet wurde.
- Am Mittwoch wurden ihr Ex-Freund und ein mutmasslicher Komplize festgenommen.
Im Dezember 2022 verschwand die damals hochschwangere Alexandra R. aus Nürnberg. Seither fehlt von der Leiterin einer Bankfiliale jede Spur. Die Umstände ihres plötzlichen Verschwindens liessen die eingeschaltete Polizei schnell an ein Verbrechen glauben.
Nun scheint sich dieser Verdacht weiter bestätigt zu haben. Dies gaben die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. So seien zwei Männer unter dem Tatverdacht, Alexandra R. entführt und ermordet zu haben, festgenommen worden.
Alexandra R.: Ex-Freund einer der Festgenommenen
Bei den Verdächtigen handele es sich um den 50-jährigen Ex-Freund der Vermissten. Bei seinem mutmasslichen Komplizen handele es sich um einen 48-jährigen Geschäftspartner des Mannes. Bei beiden habe es «geschäftliche Verflechtungen» mit Alexandra B. gegeben.
Unter anderem, so die Ermittler, solle der Ex-Partner die Vermisste nach der Trennung «aus wirtschaftlichen Gründen bedroht haben». Medienberichten zufolge sei es den Männern gelungen, auf betrügerische Weise Titel in Höhe von knapp 800'000 Euro gegen Alexandra B. zu erwirken. Diese seien jedoch später zurückgenommen worden.

Weiterhin habe Alexandra B. beide Männer mehrfach angezeigt. Vor ihrem Ex-Partner sei sie zeitweise in ein Frauenhaus geflüchtet.
Bislang sei es nicht gelungen, die Leiche von Alexandra R. zu finden. Dennoch lege laut Staatsanwaltschaft eine «Summe an Indizien» nahe, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden sei. Deshalb seien nun die Haftbefehle unter anderem wegen Geiselnahme und Mordes erlassen worden.
















