2. Bundesliga: Chaoten sorgen für Gewalt-Eklat

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Deutschland,

Das Spiel zwischen Hertha und Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga wird von einem Eklat überschattet: Mehrere Chaoten liefern sich eine «Pyro-Schlacht».

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Zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kommt es zu Ausschreitungen. - x.com/ultra_clips

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Partie zwischen Hertha und Dresden muss für 20 Minuten unterbrochen werden.
  • Chaoten beider Lager gehen aufeinander los und bewerfen sich mit Pyros.

In der 2. Bundesliga feiert Hertha BSC einen 1:0-Auswärtssieg in Dresden. Der Dreier bringt die Berliner zurück ins Aufstiegsrennen – und das trotz längerer Unterzahl. Doch das gerät nach dieser Partie in den Hintergrund.

2. Bundesliga
Marten Winkler schiesst Hertha BSC in Dresden zum Sieg. - keystone

Denn: Nach 19 Minuten sorgen Chaoten im Stadion für einen Skandal. Rund 100 Dynamo-Anhänger stürmen aus dem Block auf den Rasen und begibt sich zum Gästesektor. Auch aus dem Hertha-Block finden einige den Weg in den Innenraum.

Es fliegen Pyros auf Berliner Fans! Diese reagieren umgehen und werfen ihrerseits Pyros auf den Rasen und auf die benachbarten Blöcke.

Der Schiedsrichter unterbricht die Partie, die beiden Teams werden für rund 20 Minuten in die Garderoben geschickt. In der Zwischenzeit werden die Tumulte vor dem Gästeblock durchdie Polizei aufgelöst, die die Chaoten zurück in den Heimsektor jagen.

Auslösder für den Skandal: Ein Fahnendiebstahl seitens der Dresden-Fans im Vorfeld der Partie. Diese wird nach dem Tumult im Fan-Sektor verbrannt – die Hertha-Anhänger verlassen ihrerseits zur zweite Halbzeit das Stadion.

«Da hört es bei mir auf»

Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich sagt in der Pause: «Solche Szenen haben überhaupt nichts mit Fussball zu tun, sie sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen entschuldigen. Wir sind für eine lebendige Fanszene, aber sobald Gewalt im Spiel ist, hörts bei mir auf.»

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Das Spiel zwischen Hertha und Dynamo in der 2. Bundesliga wird nicht aus sportlichen Gründen in Erinnerung bleiben. - keystone

Und auch Stephan Zimmermann, sein Pendant aus Dresden, schlägt in die gleiche Kerbe: «Es gibt zurzeit eine grosse Diskussion über die Sicherheit in den Stadien. Da wollten wir als Fanvertreter die Interessen der Fans stärken. Da ist das heute ein Schuss in den Ofen. Das ist nicht das, wofür wir stehen, arbeiten und kämpfen.»

Kommentare

User #9158 (nicht angemeldet)

Solange die Vereine auch in der Schweiz nicht aktiv von sich aus gegen solche Fans (die ja eigentlich keine ein, aber Symbole des Vereins tragen und doch im Stadion erwünscht sind...) vorgehen, wird sich nichts ändern....

User #4268 (nicht angemeldet)

Solange Pyro-Produktionen nicht verboten werden und die Club Bosse Ultras ins Stadion lassen gibt es keine Ruhe.

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