Verdächtiger im Hipp‑Erpressungsfall bestreitet alle Vorwürfe
Nach der Festnahme im Hipp-Erpressungsfall bestreitet der Verdächtige alle Vorwürfe. Sein Anwalt spricht von «aus der Luft gegriffenen» Anschuldigungen.

Im Fall der vergifteten Hipp-Babynahrung sitzt der festgenommene Verdächtige nun in der Justizanstalt Eisenstadt. Das bestätigte die Landespolizeidirektion Burgenland, wie der «ORF Burgenland» berichtet.
Anwalt Manfred Arbacher-Stöger wies die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten entschieden zurück. Laut der «Tiroler Tageszeitung» erklärte er: «Er hat damit nichts zu tun.»
Die Anschuldigungen gegen den 39-jährigen Slowaken seien «aus der Luft gegriffen», so Arbacher-Stöger. Sein Mandant habe die Firma zudem «in beidseitigem Einverständnis» verlassen, betonte der Jurist.
Anwalt äussert Skepsis gegenüber Untersuchungshaft
Wie die «Tiroler Tageszeitung» meldet, habe der Anwalt auch gegenüber der Verhängung der Untersuchungshaft Skepsis geäussert.
Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hatte den Antrag dazu bereits gestellt. Eine Entscheidung stehe noch aus.
Der Verdächtige wurde am Samstag in St. Gilgen im Bundesland Salzburg festgenommen. Die Ermittler der «SOKO Glas» kamen ihm laut «Heute» durch Auswertung von Daten aus der Erpresser-E-Mail auf die Spur.
Verdächtiger im Fall Hipp: Smartwatch als mögliches Alibi
«Heute» zufolge hatte Hipp Ende März eine Erpresser-Mail in einem Sammelpostfach erhalten. Die Forderung soll sich auf zwei Millionen Euro belaufen haben.
Laut dem «ORF Burgenland» soll die Smartwatch des Verdächtigen seine Unschuld belegen können.
Arbacher-Stöger nannte als möglichen Grund für den Verdacht, dass sein Mandant slowakische Wurzeln habe und dort eine Landwirtschaft besitze.
Giftgutachten noch ausstehend
In einem sichergestellten Hipp-Glas wurden 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen, wie die «Tiroler Tageszeitung» berichtet. Von der Toxizitätsbewertung hängt ab, welche Vorwürfe dem Mann schliesslich gemacht werden.

Bislang wird gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem eine Ausweitung auf schwere Erpressung.
Insgesamt wurden in Österreich, Tschechien und der Slowakei fünf manipulierte Gläser vor dem Verzehr sichergestellt. Ein sechstes, möglicherweise vergiftetes Glas wird in Österreich weiterhin gesucht.











