Jetzt ist klar: So viel Rattengift war in Babynahrung
Am Wochenende wurde bekannt das Erpresser in Österreich Rattengift in Babynahrung von «Hipp» gemischt hatten. Nun weiss man, wie viel Gift beigemengt wurde.

Das Wichtigste in Kürze
- «Hipp»-Babynahrung wurde von Erpressern mit Rattengift versetzt.
- Mittlerweile ist klar: Die Gift-Dosis war gering.
- Wie gross die gesundheitlichen Risiken für die Babys jedoch gewesen wäre, ist noch unklar.
Die Rattengift-Erpressung von Babynahrungshersteller «Hipp» gibt nach wie vor zu reden.
Am Wochenende wurde bekannt, dass Unbekannte das internationale Unternehmen mit Hauptsitz im Kanton Obwalden erpressen.
Sie hatten Babynahrung mit Gift versetzt und sich danach mit einem Erpressermail bei «Hipp» gemeldet. Sie forderten zwei Millionen Euro – bis Anfang April.
Nur: Das Unternehmen bemerkte die Mail offenbar wochenlang nicht. Die Folge: Sechs mit Rattengift versetzte Gläser mit Babynahrung gerieten in Umlauf und landeten in den Läden.
Nur kleine Giftmengen in entdeckten Gläsern
Als «Hipp» die Mail schliesslich bemerkte, ergriff der Babynahrungsproduzent sofort Massnahmen.
Doch noch immer suchen die Behörden in Österreich nach dem insgesamt sechsten und letzten Glas mit Rattengift.
Nun ist immerhin klar: Den Gläsern mit Babynahrung war wohl nur eine geringe Dosis Rattengift beigemengt, berichtet die «Kronen Zeitung».
Es seien in einem der entdeckten Gläser nur 15 Mikrogramm des Gifts festgestellt worden. Das hat ein Gutachten der Staatsanwaltschaft Eisenstadt ergeben.
Das Gift könnte für Babys lebensbedrohlich sein
Welche gesundheitlichen Folgen diese Dosis Rattengift für Babys habe, sei noch nicht abschliessend geklärt. Die Ergebnisse werden im verlauf der nächsten Woche erwartet.
Eine tödliche Dosis Rattengifts liegt bei zirka 0,8 Gramm des Gifts – jedenfalls für Erwachsene. Bei Babys dürfte bereits eine viel kleinere Dosis zum Tod führen, schreibt die «Krone».
Denn: Die Aufnahme des Giftes kann zu schweren Blutungen führen. Ein lebensbedrohliches Risiko für Babys. Insbesondere dann, wenn die Kleinkinder an einer Vorerkrankung leiden.
Die Suche nach den Erpressern läuft derweil weiter. Gegen die Unbekannten wird ermittelt. Neuerdings nicht nur wegen Gemeingefährdung, sondern mittlerweile auch wegen absichtlich schwerer Körperverletzung.











