Axa-Versicherung meldet mehr und teurere Autodiebstähle
Die Versicherung Axa hat vergangenes Jahr eine Zunahme bei den gemeldeten Autodiebstählen verzeichnet. Zudem werden die Fälle immer teurer: Der durchschnittliche Schaden stieg verglichen mit der letzten Dekade um 4000 auf fast 14'000 Franken.

Die Schadensumme für Autodiebstähle belief sich 2025 auf rund 5 Millionen Franken, wie die Axa am Dienstag mitteilte. Dies sei fast doppelt so viel wie in den Jahren vor der Pandemie, als die Summe zwischen 2,5 und 3 Millionen Franken gelegen habe. Jährlich würden der Versicherung mittlerweile fast 400 Fälle gemeldet.
Besonders betroffen von Autodiebstählen waren die Kantone Genf, Waadt und Basel-Stadt – gemessen an den Nummernschildern der gestohlenen Fahrzeuge. Auch das Tessin lag über dem Schweizer Durchschnitt der letzten zehn Jahre, während Zürich leicht darunter lag. Am seltensten wurden Fahrzeuge in den Kantonen Obwalden und Glarus gestohlen.
Ein möglicher Grund für die regionalen Unterschiede sei die Grenznähe, hiess es in der Mitteilung. «Dort scheinen vermehrt organisierte Banden zu operieren, welche die Fahrzeuge ins Ausland bringen», wird Michael Villiger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge bei der Axa, zitiert. Zudem gebe es in Ballungszentren mehr Gelegenheiten für Diebinnen und Diebe.
Die Auswertung der letzten zehn Jahre zeigte zudem, dass Kriminelle bestimmte Automarken bevorzugten. Die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls war bei einem Land Rover über viermal höher als im Schweizer Durchschnitt. Bei Alfa Romeo war es dreimal und bei einem Porsche mehr als doppelt so hoch.






