Der Stollenanschlag für «Reisseck II plus» ist gefallen. Das Elektrizitätsversorgungsunternehmen Verbund AG freut sich auf das neue «grüne» Kraftwerk.
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Neues Kavernenkraftwerk auf 2.300 Meter Seehöhe: Hier baut Verbund AG «Reisseck II plus». - Verbund AG

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verbund AG will bis 2023 ein zweites Kavernenkraftwerk in Betrieb nehmen.
  • Für das neue Pumpspeicherkraftwerk «Reisseck II plus» ist der Stollenanschlag gefallen.
  • Dieses soll helfen, in Österreich bis 2030 auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen.

In Österreich soll die Stromerzeugung bis im Jahr 2030 bilanziell zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Deshalb hat die Verbund AG 160 Millionen Euro in die Erweiterung ihrer Kraftwerksgruppe gesteckt. Nun ist der Stollenanschlag für das neue Pumpspeicherkraftwerk «Reisseck II plus» gefallen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung berichtete.

Verbund AG stärkt «grüne Batterie»

«Mit dem neuen Pumpspeicherkraftwerk Reisseck II plus stärken wir als Verbund die grüne Batterie in den Alpen.» Das sagte Verbund-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl. Die flexible Pumpspeicherkraftwerke sei notwendig, um die gesteigerte Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bedarfsgerecht zwischenspeichern zu können.

Als Ergänzung des 2016 in Betrieb genommenen Kraftwerks «Reisseck II» wird «Reisseck II plus» vollständig im Inneren des Berges errichtet. Es wird den Höhenunterschied zwischen den beiden Mühldorfer Seen am Reissecker Seenplateau nutzen. Dabei können zwei Pumpturbinen mit einer Leistung von insgesamt 45 MW bei Stromüberschuss erneuerbare Energie speichern. Und bei Strommangel in Strom zurückverwandeln.

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Der Tunnelanschlag bei Reisseck II der Verbund AG. - Verbund AG

Gleichzeitig wird die Verbund AG auch das bereits bestehende Kraftwerk modernisieren. Die Inbetriebnahme von «Reisseck II plus» ist für Ende 2023 geplant. Die gesamte Kraftwerksgruppe Malta-Reisseck wird dann «eine Turbinenleistung von mehr als 1 500 MW aufweisen» und die «mit Abstand leistungsstärkste Kraftwerksgruppe sein». Das beschreibt Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH.

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