Das Amsterdamer Van Gogh Museum befasst sich in einer Ausstellung erstmals ausschliesslich mit der Geschichte des frühen Meisterwerks des niederländischen Malers: «Die Kartoffelesser».
Berühmtes Selbstporträt von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1887. Foto: Boris Roessler/dpa
Berühmtes Selbstporträt von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1887. Foto: Boris Roessler/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Etwa 50 Gemälde, Skizzen, Zeichnungen und Briefe sind ab Freitag zu sehen.

«Das Bild wurde nie verkauft und zu Lebzeiten van Goghs nie ausgestellt», sagte am Donnerstag die Direktorin des Museums, Emily Gordenker. Heute sei es weltberühmt und gelte als ein Schlüsselwerk für die Entwicklung des Malers.

Vincent van Gogh (1853-1890) malte «De aardappeleters» 1885 während einer Periode, die er bei seinen Eltern in Nuenen, im Südosten der Niederlande verbrachte. Es hatte zuvor zahlreiche Studien und Skizzen dazu gemacht. Es sei eines der «meist durchdachten Bilder» van Goghs, hiess es vom Museum.

Der Maler selbst bezeichnete es als «Meisterprüfung» und wollte sich damit einen Namen als Maler machen. Doch das Bild wurde heftig kritisiert vor allem wegen der sehr dunklen Farben und verzerrten Figuren.

Das Bild zeigt fünf Personen einer Bauernfamilie beim Abendessen im Schein einer Öllampe. Vor ihnen steht eine Schüssel dampfender Kartoffeln. Er wollte die harte Wirklichkeit des Bauernlebens darstellen und zeigte die Menschen mit groben Gesichtern und knochigen Arbeitshänden.