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    UNO weist afghanischer Armee Verantwortung für Beschuss von Markt zu

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    Afghanistan,

    Die UNO hat den afghanischen Sicherheitskräften die Verantwortung für den Beschuss eines Marktes zugewiesen, durch den mindestens 23 Menschen getötet worden waren.

    Verletzter auf dem Markt der Provinz Helmand
    Verletzter auf dem Markt der Provinz Helmand - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sicherheitskräfte sollen den Ort versehentlich angegriffen haben .

    Nach ihren ersten Erkenntnissen habe die afghanische Armee den Markt von Sangin in der südlichen Provinz Helmand mit Mörsern beschossen, teilte die politische Unterstützungsmission für Afghanistan (Unama) am Dienstag in Kabul mit.

    Die afghanische Armee habe mit dem Beschuss vom Montag auf einen Angriff der radikalislamischen Taliban reagiert, dabei jedoch «das beabsichtigte Ziel verfehlt», erklärten die UN-Vertreter. Sie forderten die afghanische Regierung auf, eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls einzuleiten.

    Präsident Aschraf Ghani hatte die Taliban für den Beschuss des Marktes verantwortlich gemacht, was die Miliz jedoch zurückgewiesen hatte. Ein Taliban-Sprecher hatte bereits am Montag der Nachrichtenagentur AFP gesagt, der Beschuss sei von der afghanischen Armee ausgegangen.

    Unter den Todesopfern auf dem belebten Markt waren auch mehrere Kinder. Mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt.

    Die Gewalt in Afghanistan war nach einer kurzzeitigen Waffenruhe im Mai deutlich zurückgegangen, inzwischen nimmt sie aber wieder zu. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Angriffe auf Sicherheitskräfte, Moscheen, Menschenrechtsaktivisten und Staatsanwälte verübt. In vielen Fällen wiesen die Taliban eine Verantwortung zurück. Sie führen an, ihre Angriffe auf die afghanischen Sicherheitskräfte zu konzentrieren.

    Ungeachtet der erneuten Zunahme der Angriffe scheinen sich beide Seiten ersten gemeinsamen Friedensgesprächen weiter anzunähern. Ghani sagte inzwischen zu, die Freilassung von insgesamt 5000 Taliban-Kämpfern zu beschleunigen, wie es ein Abkommen zwischen den USA und der Miliz vorsieht. Im Gegenzug wollen die Aufständischen bis zu tausend verschleppte afghanische Soldaten und Polizisten freilassen. Danach sollen die innerafghanischen Gespräche beginnen.

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