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Unesco: Antisemitismus an EU-Schulen weit verbreitet

Keystone-SDA
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Frankreich,

Mehr als drei Viertel der Lehrerinnen und Lehrer in der Europäischen Union (EU) sind nach einer Umfrage der UN-Kulturorganisation Unesco mit antisemitischen Vorfällen in ihrem Unterricht konfrontiert.

Antisemitismus Schulen
An Schulen in der EU ist Antisemitismus weit verbreitet. - keystone

Die anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags veröffentlichte Untersuchung zeige auch ein alarmierendes Ausmass an Holocaustleugnung und körperlicher Gewalt gegen jüdische Schüler, teilte die Unesco in Paris mit. Über 2.000 Lehrkräfte aus 23 EU-Ländern wurden zu ihren Erfahrungen mit Antisemitismus im Unterricht befragt, darunter auch in Deutschland.

Nach den Unesco-Daten waren 78 Prozent der befragten Lehrkräfte mit mindestens einem antisemitischen Vorfall unter Schülern konfrontiert, während 27 Prozent Zeugen von neun oder mehr Vorfällen waren. 61 Prozent gaben an, dass sie mit Fällen von Leugnung oder Verfälschung des Holocaust unter Schülern konfrontiert waren, elf Prozent sogar häufig.

Jeder zehnte Lehrer gab an, mindestens einen körperlichen Angriff auf jüdische Schüler beobachtet zu haben, während 44 Prozent Schüler gesehen hat, die Nazi-Gesten machten oder Nazi-Symbole zeichneten oder trugen. 42 Prozent der Befragten beobachteten Antisemitismus seitens anderer Lehrer.

«Hassreden, insbesondere Antisemitismus und Holocaustleugnung, haben seit dem Zweiten Weltkrieg ein beispielloses Ausmass erreicht», sagte Unesco-Generaldirektor Khaled El-Enany. Den meisten Lehrkräften fehle eine spezielle Ausbildung, um mit diesen Phänomenen umzugehen. Deshalb habe die Unesco ein Schulungsprogramm zur Bekämpfung von Antisemitismus ins Leben gerufen. Seit 2023 habe die Unesco mehr als 1.300 Pädagogen und politische Entscheidungsträger in ganz Europa im Kampf gegen Antisemitismus geschult.

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Kommentare

User #1369 (nicht angemeldet)

Gibt es ausser dem Begriff «antisemitismus» auch weitere Begriffe, die eine Abneigung gegen eine spezifische Glaubensgemeinschaft ausdrücken oder gibt es das nur für diese Religion?

User #1369 (nicht angemeldet)

Wenn ich explizit provokant meine Kultur jederzeit darstelle, dann kann das vielleicht nicht jedem gefallen... Integration und Rücksicht bewirken in solchen Situationen Wunder.

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