Unesco

    Schwyz feiert Aufnahme des Jodelns in die Unesco-Kulturerbe-Liste

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Schwyz,

    In Schwyz ist am Samstag am «Tag des Jodelns» die Aufnahme des sängerischen Kulturguts in die «Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes» der Unesco gefeiert worden. Mit dabei war unter anderem Bundesrätin und Kulturministerin Elisabeth Baume-Schneider.

    Am Tag des Jodelns im Mythenforum in Schwyz trafen sich Jodelbegeisterte zu Workshops.
    Am Tag des Jodelns im Mythenforum in Schwyz trafen sich Jodelbegeisterte zu Workshops. - KEYSTONE/PHILIPP SCHMIDLI

    Jodelnde Schulklassen und Gesangsdarbietungen zogen hunderte Menschen an. Zudem boten Lehrerinnen und Lehrer im Tagungs- und Kulturzentrum Mythenhaus in Schwyz Schnupperkurse für Interessierte an.

    Der «Tag des Jodelns», eine Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Schwyz, der Hochschule Luzern, dem Eidgenössischen Jodlerverband, Roothuus Gonten und der Arbeitsgruppe Jodelforum, stand nach der Aufnahme in die Unesco-Liste unter einem besonderen Stern. Gefeiert wurde in erster Linie das Schweizer Kulturgut, aber nicht nur.

    Gefällt dir das Jodeln?

    Nadja Räss, Volksmusik- und Jodel-Professorin an der Hochschule Luzern hatte das Jodeln stets als «fünfte Landessprache der Schweiz» bezeichnet, relativierte gegenüber Keystone-SDA aber: «In Österreich und gerade dem Süddeutschen Raum wird auch gejodelt und wer weiss, vielleicht gibt es in der Zukunft ja mal eine grenzübergreifende Einschreibung des Jodelns auf die Unesco-Liste.»

    Über 12'000 Jodlerinnen und Jodler

    Das Jodeln war am Donnerstag von der Unesco in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen worden. In ihrer Entscheidung hob die Unesco gemäss dem Bundesamt für Kultur (BAK) die Qualität des eingereichten Dossiers und den soliden partizipativen Prozess hervor, der zur Kandidatur geführt hat.

    Als «emblematischer Gesang der Schweiz» umfasse der Jodel eine grosse Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen und sei tief in der Bevölkerung verankert, heisst es. Über 12'000 Jodlerinnen und Jodler seien Mitglied einer der 711 Gruppen des Eidgenössischen Jodlerverbands.

    Die Praxis werde auch ausserhalb von traditionellen Vereinen und Chören gepflegt, so das BAK weiter. Auch zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler liessen sich auf das Jodeln ein, «was die Lebendigkeit einer sich ständig weiterentwickelnden Tradition bestätigt».

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4258 (nicht angemeldet)

    Das UNESCO-Kulturerbe Jodeln hat bereits vieles angeregt, so mit Jutzen für Laiengruppen einander wieder näher zu kommen. Das hat bereits grossen Erfolg. So etwas müsste auch in der Politik dringend angeboten werden. Naheliegend wäre, es mit einem solchen Anlass in den Parlamenten zu versuchen: «Jutze zäme – rede zäme”.

    User #2546 (nicht angemeldet)

    Es gibt offensichtlich auch noch positive Nachrichten für die Schweiz. Unsere Jodler/innen sind wertvolle Botschafter/innen des Landes und bewahren ein altes Kulturgut. Vielen Dank!

    Weiterlesen

    jgioj
    120 Interaktionen
    Hass auf USA
    Das sagt Christoph Blocher zur SVP-Bundesratswahl
    2'356 Interaktionen
    Parmelin-Nachfolge

    MEHR UNESCO

    19 Interaktionen
    Petition eingereicht
    Unesco-Weltkulturerbe
    14 Interaktionen
    Paris
    Wien
    Busan/Wien
    3 Interaktionen
    Libanon

    MEHR AUS SCHWYZ

    neonazi
    Toter nach Schlägerei
    Dominik Blunschy Die Mitte
    12 Interaktionen
    Mitte-Nationalrat
    Brunnen SZ
    Brunnen SZ
    SC Schwyz
    Fussball