Das UN-Tribunal in Den Haag hat zwei Serben verurteilt. Sie wurden der Beihilfe zu Mord, Verfolgung und Vertreibung für schuldig befunden.
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Die ehemaligen Chefs des serbischen Sicherheitsdienstes, Jovica Stanišic (l) und Franko Simatovic (r), sitzen auf der Anklagebank. - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das UN-Tribunal in Den Haag hat zwei Serben zu je zwölf Jahren Haft verurteilt.
  • Dies wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
  • Es ist das letzte Verfahren vor dem UN-Gericht zu Verbrechen im Bosnienkrieg.

Das UN-Tribunal in Den Haag hat zwei Serben wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg verurteilt. Dies zu jeweils 12 Jahren Haft.

Die beiden ehemaligen Chefs des serbischen Sicherheitsdienstes, Jovica Stanišic (70) und Franko Simatovic (71), wurden für schuldig befunden. Dies am Mittwoch wegen Beihilfe zu Mord, Verfolgung und Vertreibung. 2013 waren sie in einem höchst umstrittenen Urteil noch freigesprochen worden.

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Das Gebäude des UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. - Keystone

Das UN-Tribunal für Kriegsverbrechen kam nun zu einem anderen Urteil. Nach Ansicht des Gerichts spielten die beiden Männer eine «bedeutende Rolle» beim Aufbau von paramilitärischen Einheiten. Diese waren für eine Terrorkampagne gegen Muslime und Kroaten verantwortlich. Allerdings sah es nicht alle Vorwürfe für erwiesen an.

Dies ist das letzte Verfahren vor dem UN-Gericht zu Verbrechen im Bosnienkrieg (1991-1995). Berufung ist möglich. Die Anklage hatte lebenslange Haft gefordert, die Verteidigung Freispruch.

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