Stellantis rutscht nach US‑E‑Auto‑Kehrtwende tief in rote Zahlen
Nach kostspieligem US‑E‑Auto‑Umbau 2025 schreibt Stellantis hohe Verluste und streicht die Dividende für 2026.

Stellantis hat im zweiten Halbjahr 2025 rund 22,2 Milliarden Euro Abschreibungen verbucht, weil der Autobauer seine E‑Auto‑Strategie deutlich zurückgefahren hat.
«Investing.com» berichtet, dass der Aktienkurs in Mailand daraufhin um mehr als 18 Prozent gefallen ist. Das Unternehmen erwartet eine Nettoverlustspanne von 19 bis 21 Milliarden Euro.
Die Strategieänderung trifft vor allem den US‑Markt, wo der Autobauer Abschreibungen von rund 15 Milliarden Euro verkraften muss. «SWI» schreibt, dass diese Belastung vor allem durch die Streichung von Modellen und die geringeren Einnahmen aus E‑Auto‑Plattformen entstanden sei.
Stellantis nach E‑Auto‑Kehrtwende: Dividende gestoppt, Aktie fällt
Die E‑Auto‑Kehrtwende führt dazu, dass Stellantis 2026 keine Dividende ausschütten will. «RTTNews» berichtet, dass zudem bis zu 5 Milliarden Euro hybride Anleihen ausgegeben werden sollen, um die Bilanz zu stabilisieren.
Experten sehen die Abschreibungen als Folge einer Fehleinschätzung der Nachfrage nach Battery‑Electric‑Vehicles (BEVs). Laut «Forbes» erklärte CEO Antonia Filosa, die Kosten resultierten aus zu schneller Energiewende und früheren Fehlern.
Die drastischen Abschreibungen und strategischen Anpassungen haben den Aktienkurs von Stellantis stark belastet. «Reuters» berichtet, dass der Kurs damit auf ein Rekordtief seit der Fusion von Fiat Chrysler und PSA gefallen ist.
Stellantis startet Business‑Reset in Nordamerika wegen schwacher Verkäufe
In Nordamerika war der Autobauer zuletzt in einem schwierigen Marktumfeld mit sinkenden Preisen und schwachen Verkaufszahlen konfrontiert. «SWI» hebt hervor, dass der Konzern hier traditionell den Grossteil seines Gewinns erzielt.
Stellantis reagiert auf die Lage, indem es seine Produktportfolios anpasst und hybride sowie konventionelle Modelle stärker in den Fokus nimmt. Zudem gibt der Konzern strategische Beteiligungen wie die Batterie‑JV in Kanada auf.

«RTTNews» nennt diese Massnahmen Teil eines grossen Business‑Resets zur Sicherung der Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit.












