Gewalt

    UN-Sicherheitsrat verurteilt Gewalt in Myanmar

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    Deutschland,

    Die Horrormeldungen aus Myanmar häufen sich. Das Militär knüppelt das Volk nieder und versucht, den Widerstand zu brechen. Der UN-Sicherheitsrat fordert das Militär zu äusserster Zurückhaltung auf.

    Polizisten sitzen in einem Lastwagen und fahren Patrouille in Yangon. Foto: Uncredited/AP/dpa
    Polizisten sitzen in einem Lastwagen und fahren Patrouille in Yangon. Foto: Uncredited/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltende Gewalt in Myanmar verurteilt.

    Das Militär solle äusserste Zurückhaltung üben, hiess es.

    «Die Mitglieder des Sicherheitsrates äusserten tiefe Besorgnis über die sich rasch verschlechternde Situation und verurteilten nachdrücklich die Anwendung von Gewalt gegen friedliche Demonstranten und den Tod von Hunderten von Zivilisten, darunter Frauen und Kinder», teilte das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen mit. Auch bekräftigte der Rat seine Forderung nach der Freilassung von Regierungschefin Aung San Suu Kyi und Präsident Win Myint.

    Die Stellungnahme des 15-köpfigen Gremiums dürfte an der eskalierenden Lage in Myanmar kaum etwas ändern. Vor allem China hatte sich Diplomatenangaben zufolge gegen schärfere Formulierungen gesperrt. Der Sicherheitsrat hatte bereits mehrere Male angesichts der exzessiven Gewaltanwendung des Militärs gegen die Protestierenden im ganzen Land getagt. Nach einem früheren Treffen hatte das Gremium das Vorgehen der Armee ebenfalls verurteilt - Einfluss auf deren brutales Vorgehen hatte das aber offensichtlich nicht.

    Am Mittwoch hatte die UN-Sondergesandte Christine Schraner Burgener den Sicherheitsrat eindringlich zum Handeln aufgefordert. Ansonsten drohe ein «Bürgerkrieg» und ein «Blutbad» in dem südostasiatischen Land.

    Am Wochenende hatte die Militärgewalt in Myanmar einen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Bei landesweiten Protesten wurden mehr als 100 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen bezeichneten den Samstag als «blutigsten Tag» seit dem Militärputsch gegen Regierungschefin Aung San Suu Kyi vom 1. Februar. Insgesamt wurden schon mehr als 500 Menschen getötet, darunter mehrere Kinder und Jugendliche.

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